12/11/2009

Weyergans High Care AG

Erste IGeL-Leistung gegen Gefäßleiden

Gefäßleiden sind eine Volkskrankheit. Millionen Menschen leiden an einer venösen Insuffizienz und/oder arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäße und haben mit deren Folgen zu kämpfen: Über 100.000 Menschen erleiden jährlich eine tiefe Beinvenenthrombose, etwa 40.000 Menschen versterben laut Statistiken jedes Jahr an einer Lungenembolie, von Amputationen, Schlaganfällen und Herzinfarkten ganz zu schweigen. Eine neue Selbstzahlerleistung, basierend auf einer alternierenden Über- und Unterdruckbehandlung, bietet doppelten Nutzen: Verbesserte Symptomatik bei Venenschwäche und peripherer Arteriosklerose.

Rheologie auf Basis der Weltraumforschung
Basis der Entwicklung des Gerätes „VacumedÒ“ sind die Erfahrungen aus der Weltraumforschung, an denen die Wechselwirkungen von Unter- und Überdruck auf das Gefäßsystem untersucht wurden.

Demnach führt die Behandlung zu einer Entlastung der Venen, sorgt für eine verbesserte Zirkulation und reduziert Lymphödeme. Die verbesserten rheologischen Bedingungen stellen eine wirksame Thromboseprophylaxe dar, die auch langfristig wirkt: Die Collagensynthese wird angeregt und führt zu einer Kräftigung des Bindegewebes. Ein strafferes Bindegewebe unterstützt nicht nur die physiologische Muskelpumpe in den Extremitäten, sondern macht das neue Verfahren auch im Einsatz gegen die Zivilisationskrankheit "Cellulite" interessant.

Verbesserung der Gehstrecke
Weitere angiologische Indikationen der neuen intermittierenden Unterdrucktherapie ergeben sich aus der verbesserten Durchblutung der unteren Extremitäten: So führt die Therapie zu einer Verbesserung der Gehstrecke bei peripherer Arteriosklerose (pAVK) und die Revitalisierung der Gliedmaßen bei hibernierender Gangrän.

„Zukunftsmarkt“ Gefäßerkrankungen
Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und falsche Ernährung sind innerhalb der Bevölkerung auf dem Vormarsch und mit ihnen die Gefäßerkrankungen. Daraus ergibt sich für die Ärzte die Notwendigkeit, sich intensiver mit der Thematik zu beschäftigen und entsprechende prophylaktische und therapeutische Antworten für Ihre Patienten zu haben. Das neue Verfahren vereint medizinische und betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten: Nach Angaben des Herstellers liegt die Rentabilität des Gerätes bei nur einer Behandlung pro Tag und ist zudem delegierbar. Auch der Preis der Behandlung ist sicherlich gut zu kommunizieren: Die Kosten für eine halbstündliche Behandlung betragen 29 Euro.

Fazit:
Die Spezialisierung auf Gefäßerkrankungen ist für Mediziner ein interessanter Bereich, in dem nicht nur GKV-Leistungen zu erbringen sind. Die weitere Ausgrenzung bzw. Nichtaufnahme von Leistungen in den Leistungskatalog der GKV, wird hier in Zukunft ein ganzes Spektrum von IGeL-Leistungen notwendig machen – sollen die Patienten nicht nur nach WANZ (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig) versorgt werden.