15.11.2013

Escad Medical GmbH

Escad Medical setzt Maßstab in der Endoskopiehygiene

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit erkranken jährlich in Deutschland ca. 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an Infektionen, die im Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme auftreten. Zwischen 7.500 und 15.000 Patientinnen und Patienten sterben jährlich daran. Die Infektionsgefahr hängt stark davon ab, ob in der medizinischen Einrichtung geeignete Hygienemaßnahmen getroffen wurden und davon, ob das Personal die Regeln im Klinik- oder Praxisalltag dann auch einhält. Das neuartige Aufbereitungssystem „eps - endo protect system“ der ESCAD MEDICAL hilft Kliniken und Anwendern durch einen gesteuerten und vollständig überwachten Prozess eine Verkeimung von desinfizierten Endoskopen zu verhindern und damit die Patientensicherheit signifikant zu erhöhen.


HEILIGENBERG/DÜSSELDORF: Die ESCAD MEDICAL GmbH, ein Unternehmen der ESCAD Group, präsentiert auf der diesjährigen Fachmesse MEDICA in Düsseldorf ihr „endo protect system“. Das System, das kürzlich mit dem Dr. Rudolf Eberle-Preis ausgezeichnet wurde, setzt in Endoskopie-Fachkreisen richtungsweisende Maßstäbe an effiziente und wirtschaftlich optimierte Abläufe im hochsensiblen Bereich der Hygiene von flexiblen Endoskopen.


Die Reinigung, Desinfektion, Trocknung und Lagerung von flexiblen Endoskopen ist ein viel beachtetes Thema. Unter den Aspekten der Hygiene, der Verfügbarkeit, der Arbeitsabläufe und nicht zuletzt der Wirtschaftlichkeit, wird unter Experten häufig diskutiert.


Nicht selten führen unkoordinierte Prozesse zu überraschenden Ereignissen. Durch spontane Maßnahmen werden dann im Interesse der Ärzte, des Pflegepersonals, der Kostenträger und der Patienten, suboptimale „Lösungen“ gefunden. Die Folge sind Kompromisse, Ineffizienz, Unzufriedenheit, Hektik oder gar gesundheitliche Beeinträchtigungen.


Die ESCAD MEDICAL hat sich vorgenommen diese Situation zu ändern und stellt einzigartige Lösungen für dieses komplexe Umfeld vor. Der Fokus liegt dabei auf einem geschlossenen Prozesskreislauf, der ein Maximum an Sicherheit bietet und ein Minimum an Risiken für Patienten und Anwender. Unmittelbar nach der Anwendung und der manuellen Vorreinigung wird das Endoskop sicher in einer speziellen Kassette mit Anschlussblock und in einer schützenden Transportbox der maschinellen Reinigung und Desinfektion zugeführt. Längere Distanzen können geräte- und anwenderschonend sicher und komfortabel mit dem Transportwagen endoRIDER bewältigt werden. Die einmalige Konnektierung des Endoskops nach der manuellen Reinigung mit dem Anschlussblock garantiert eine absolut sichere Verbindung mit deutlicher Zeitersparnis über den gesamten weiteren Prozess. Berührungsfreies Handling zur Minimierung von Kreuzkontaminationen, Transportschutz zur Vermeidung von Geräteschäden und die Wirtschaftlichkeit der Abläufe charakterisieren diesen Prozessschritt.


Herzstück ist das Aufbereitungssystem MEDIVATORS Advantage Plus, welches eine High-level-Reinigung und -Desinfektion aller flexiblen Endoskope inklusive TEE-Sonden in zwei unabhängig voneinander arbeitenden Kammern in nur 35 Minuten durchführt - validiert nach DIN ISO 15883-4. Die Desinfektion erfolgt nach einem speziell entwickelten Prozess permanent bei 30°C, pH-neutral und umweltverträglich auf Basis von Peressig. Die Einzelkanalkontrolle ist zuverlässig sicher gestellt. Das Hauptaugenmerk gilt in diesem Prozessschritt der Hygiene, der Schonung von Gerät, Personal und Umwelt, sowie einem rationellen Ablauf.


Nach der Desinfektionsphase verbleiben die Endoskope sicher im Transportkorb und werden direkt und ohne weiteren manuellen Eingriff im Lagerungsschrank endoSTORE® verbunden. Angeschlossen an das Druckluftsystem werden alle Kanäle der Endoskope dauerhaft mit gefilterter, trockener Druckluft durchströmt. Dies gewährleistet zum einen eine vollständige Trocknung des Geräts von innen und außen und verhindert gleichzeitig eine Nachverkeimung bei längerer Lagerzeit durch Restfeuchtigkeit. Sämtliche Lagerungs- und Trocknungszeiten werden dokumentiert und über ein Display visualisiert. In einer Datenbank werden die Prozessdaten archiviert und sind jederzeit abrufbar. Eingebunden in das Kliniknetzwerk, kann das Lagerungssystem mit der Aufbereitungsmaschine kommunizieren. Durch eine Sicherheitsabfrage wird verhindert, dass ein nicht korrekt desinfiziertes Instrument eingelagert werden kann. Mit dieser Sicherheitsfunktion ist es faktisch nicht möglich, dass ein kontaminiertes Endoskop zum Patienten gelangt. Integriert ist weiterhin eine Schnittstelle zum Klinik-Standard „HIS“ (Hospital Information System). Alle primären Prozess- und Stammdaten werden als Parameter-File für das Krankenhausinformationssystem ausgegeben und können in übergeordneten Systemen weiterverarbeitet werden. Das System setzt damit neue Maßstäbe in der Patientensicherheit im Aufbereitungsprozess der Endoskopie.


ESCAD MEDICAL auf der MEDICA vom 20.-23. November in Düsseldorf: Halle 12 / C32Presseartikel mit Bildmaterial online abrufbar unter www.escad-medical.de/downloads/



Ansprechpartner:


ESCAD MEDICAL GmbH


Herr Martin Senn


Tel.: +49 (0) 7554 / 9999-501