In den Vereinigten Staaten steht der Schlaganfall an dritter Stelle der Todesursachenstatistik. Um das Mortalitätsrisiko nach Schlaganfall zu senken müssen die Symptome rasch erkannt, der Notarzt schnell gerufen und der Patient ebenso schnell ins Krankenhaus gebracht werden.

In den USA wurden nun die Daten von Schlaganfallpatienten des Distrikts von Columbia aus den Jahren 1999 bis 2002 genauer analysiert. Wie sich zeigte, sterben rund die Hälfte aller Schlaganfallpatienten (49,2 Prozent), bevor sie ins Krankenhaus gebracht werden können. 0,4 Prozent der Patienten sterben auf dem Weg dorthin.

Mehr als ein Drittel der Todesfälle, die außerhalb des Krankenhauses geschehen, ereignen sich in Alters- oder Pflegeheimen (35,4 Prozent). Nur 13,8 Prozent der tödlich verlaufenen Schlaganfälle im untersuchten Zeitraum ereigneten sich zuhause oder woanders.

Je höher das Alter der Patienten, desto höher das Risiko, dass ein Schlaganfall schon vor der Krankenhauseinlieferung tödlich verläuft. Auch Frauen sterben häufiger daran. Die Statistik der Schlaganfallursachen führen klar die zerebrovaskulären Erkrankungen mit 72,1 Prozent an.

Sterben Patienten erst nach der Einlieferung in ein Krankenhaus an einem Schlaganfall, dann ist die Ursache des Schlaganfalls in 79,6 Prozent ein hämorrhagischer Insult. Werden Patienten auf eine normale Station aufgenommen, dann ist das Mortalitätsrisiko wesentlich höher als nach der Einlieferung auf eine Intensivstation.

Diese Zahlen haben sich zwischen 1999 und 2002 in den USA kaum verändert. Zurückgegangen ist aber ganz allgemein die Zahl der Schlaganfalltoten: 1999 traf dieses Schicksal noch 61,6 Personen pro 100.000 und ging innerhalb von drei Jahren auf 56,2 Personen pro 100.000 zurück.

MEDICA.de; Quelle: Morbidity and Mortality Weekly Report 2006, Vol. 55, S. 529-550