Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat (WR) gemeinsam herausgegebenes Papier nennt zentrale Ansatzpunkte, um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, fächerübergreifende Zusammenarbeit und die patientennahe Forschung zu unterstützen.

Die 13 Experten aus der Universitätsmedizin haben unter Einbeziehung des Sachverstands der Länder Maßnahmen erarbeitet, die von einem Medizinstudium, das mehr Ansätze zu wissenschaftlicher Arbeit bietet, bis hin zu mehr Professionalisierung und strategischer Planung in den Fakultäten reichen.

Da nach Meinung der Experten nur auf Basis eines breiten Konsenses die nötigen Reformen durchgeführt werden können, sind Politik und Wissenschaft gleichermaßen aufgerufen, die Kernforderungen aufzugreifen und auf ihre Realisierung hinzuwirken.

Reformen seien in der Hochschulmedizin nicht nur wegen der Mehrfachbelastung der Hochschullehrer durch Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Management dringlich, sondern auch wegen der hohen Ausgaben von knapp drei Milliarden Euro.

Neben der Aufforderung an die Länder, eine stabile Hochschulfinanzierung zu sichern, ruft das Gremium Bund und Länder dazu auf, negative Steuerungseffekte zu verhindern. Diese könnten bei der Projektförderung mit Drittmitteln gerade für besonders aktive Einrichtungen durch die geforderte Bereitstellung der Grundausstattung auftreten.

Eine weitere Kernforderungen des Papiers sind Studium und Karriereperspektiven junger Mediziner. Die Experten fordern geeignete Karrieremöglichkeiten in Forschung, Lehre oder Krankenversorgung ebenso wie eine Schwerpunktbildung an den einzelnen Fakultäten. Schon im Studium sollen mehr Ansätze für wissenschaftliche Arbeit gegeben werden.

Grundsätzlich halten die Experten eine stärkere Differenzierung der medizinischen Laufbahn in einen mehr wissenschaftlich orientierten und einen eher auf den Arztberuf ausgerichteten Zweig für notwendig.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)