18.10.2011

Spectaris e.V.

Export: Ministerien unterstützen deutschen Hightech-Mittelstand

Unter dem Motto „Kompetenz und Netzwerke für den Hightech-Mittelstand" fand am der 2. Außenwirtschaftstag Medizintechnik & Laborausstattung im Auswärtigen Amt statt. Die beiden Veranstalter, der Hightech-Branchenverband Spectaris und die German Healthcare Export Group (GHE), rückten die innovativen und exportorientierten Branchen Medizintechnik und Analysen-, Bio- und Labortechnik damit weiter in den Fokus der Politik. Die positive Resonanz zeigt, dass die Veranstalter mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg sind.

Die Bedeutung der Branchen wurde durch die hochrangige politische Beteiligung an der Veranstaltung unterstrichen: Außenminister Dr. Guido Westerwelle eröffnete die Veranstaltung und sprach von der Medizintechnik als Vorzeigesektor mit technologischer Spitzenkompetenz, deren Unternehmen nachhaltige Partnerschaften anstreben. Er sicherte den Unternehmen seinen Einsatz für Verfahrenserleichterungen bei der Visumsvergabe zu. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher sowie der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Thomas Ilka, signalisierten in ihren Beiträgen ebenfalls ihre Bereitschaft, die Exportaktivitäten dieser zukunftsträchtigen Branchen zu unterstützen. Sie forderten die Branchen auf, ihre Herausforderungen bei der Bearbeitung von Exportmärkten zu benennen.

Dr. Volker Berresheim vom Auswärtigen Amt erläuterte die Unterstützungsmaßnahmen seitens der deutschen Auslandsvertretungen. Diese stellen besonders für den Mittelstand einen wichtigen Türöffner für Exportaktivitäten da. Das Auswärtige Amt bietet zudem Hilfestellung in Krisensituationen und vermittelt aktuelle Informationen an Unternehmen. Asien als Region mit hohen Wachstumsraten bildete neben den Krisenregionen einen weiteren Schwerpunkt: Dr. Martin Posth, ehemaliger VW-Vorstand und Vorsitzender von VW-Asien/Pazifik, stellte 10 Thesen vor, die den Umgang mit der asiatischen Herausforderung beleuchteten. Er betonte, dass Deutschland im Exportbereich stark von der Vernetzung der Märkte profitiert habe und eine offene und positive Auseinandersetzung mit Asien die konstruktive Zusammenarbeit weiter fördere.

In Länder- und Themenforen wurden die im Vormittagsprogramm angesprochenen Impulse vertieft und die Herausforderungen und Chancen der Marktbearbeitung weiter diskutiert. In den Foren, die sich mit den Regionen Arabische Welt, Asien, Subsahara-Afrika und Nordamerika befassten, zeigte sich, dass für Unternehmen vor allem die unterschiedlichen Anforderungen in den Märkten von großem Interesse sind. In den Themenforen wurde auf branchenrelevante Aspekte wie etwa das Verhalten bei Krisen und Katastrophen, soziales Engagement als Schlüsselfaktor für Unternehmen im internationalen Wettbewerb, Innovationsstrategien in Emerging Markets und Chancen für Medizintechnikunternehmen im internationalen Sanitätsdienst eingegangen. Hier wurden den Unternehmen praktische Tipps und Impulse für ihr Exportgeschäft vermittelt.