03.03.2008

ZVEI - Fachverband Elektromedizinische Technik

Fünf Prozent mehr Hörsysteme in Deutschland ausgeliefert

Die Zahl der in Deutschland im Jahr 2007 ausgelieferten Hörsysteme ist um 5,3 Prozent gewachsen. Dies teilte die VHI - Vereinigung der Hörgeräteindustrie e.V. in Frankfurt am Main mit. Insgesamt wurden von den Mitgliedern der VHI im abgelaufenen Jahr in Deutschland knapp 685.000 Hörgeräte an Hörgeräte-Akustiker ausgeliefert. Im Jahr 2006 waren es etwa 650.000 Hörsysteme.

„Es ist erfreulich, dass mehr Menschen dank moderner Technik wieder besser hören können“, sagte Hans-Peter Bursig, Geschäftsführender Vorstand der VHI. „Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 16 Millionen Menschen ein vermindertes Hörvermögen haben. Bisher profitieren allerdings erst knapp zwei Millionen Menschen von modernen Hörsystemen.“

Der Anteil der Hörsysteme, die hinter dem Ohr getragen werden (HdO-Systeme) betrug im Jahr 2007 über 90 Prozent. Der Anteil von Geräten in speziellen Bauformen, z. B. Hörbrillen und Taschengeräte, betrug unter ein Prozent. „Es ist schade, dass Geräte die im Ohr getragen werden und die damit besonderen Vorteile bieten, nicht von mehr Menschen genutzt werden“, bedauert Bursig. Nur 8,7 Prozent der im Jahr 2007 ausgelieferten Geräte waren solche IdO-Systeme.

Erfreulich ist aus Sicht der VHI der Anteil der volldigitalen Geräte. Fast 94 Prozent der Hörsysteme arbeiten inzwischen vollständig mit digitaler Verarbeitung der Schallsignale. Mit Hilfe der digitalen Technik können moderne Hörsysteme die Schallsignale deutlich sauberer verarbeiten und auf die individuellen Bedürfnisse des Trägers anpassen. Die Hörfähigkeit wird hierdurch nochmals deutlich besser unterstützt.

Die Vereinigung der Hörgeräteindustrie vertritt als korporatives Mitglied im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie 14 industrielle Anbieter von Hörsystemen in Deutschland. „Die VHI-Mitglieder bieten zahlreiche technische Lösungen für unterschiedliche Formen der Hörminderung an“, so Bursig. „Eine erfolgreiche Verbesserung des Hörvermögens erfordert aber auch eine eindeutige Diagnose durch den HNO-Arzt und die individuelle Anpassung des Hörsystems an die Bedürfnisse des Patienten durch den Hörgeräteakustiker.“