Wenn Frauen während der Schwangerschaft wenig antioxidative Vitamine und Spurenelemente zu sich nehmen, dann könnte das die Prävalenz des Asthmas erhöhen. Darauf weisen frühere Studien hin. Insbesondere geringe Vitamin E-Spiegel während der Schwangerschaft wurden mit respiratorischen Beschwerden bei Zweijährigen in Verbindung gebracht.

Eine große prospektive Studie sollte jetzt weitere Daten zu diesem Thema liefern. 1.861 Kinder und deren Mütter nahmen daran teil. Die Frauen waren bereits während ihrer Schwangerschaft für diese Untersuchung rekrutiert worden, die Kinder wurden im Alter von fünf Jahren nachuntersucht. Mit Hilfe verschiedener Fragebogen gaben die Mütter Auskunft über ihre Nahrungsaufnahme während der Schwangerschaft.

Bei den Kindern zeigte sich im Alter von fünf Jahren ein klarer Zusammenhang zwischen Keuchhusten und der Vitamin E-Aufnahme ihrer Mütter während der Schwangerschaft. Pro höherer Quintile der Vitamin E-Aufnahme sank das Risiko um jeweils 18 Prozent. In Bezug auf asthmatische Beschwerden sinkt das Risiko pro Quintile um 16 Prozent. Das Risiko an Asthma und Keuchhusten zu leiden, sinkt pro Quintile um 28 Prozent.

Der FEV1-Wert der Kinder im Alter von fünf Jahren korreliert positiv mit dem Alpha-Tocopherol-Spiegel während der Schwangerschaft. Ein Anstieg von einem Mikrogramm pro Milliliter Alpha-Tocopherol hebt das FEV1-Volumen um sieben Milliliter (p gleich 0.04). Die Zink-Aufnahme der Mütter während der Schwangerschaft korrelierte dagegen negativ mit Asthma.

Die Nahrungsaufnahme der Kinder hatte keinerlei Einfluss auf respiratorische Beschwerden im Alter von fünf Jahren. Auch die Aufnahme von Vitamin C, Beta-Karotin, Magnesium und Kupfer sowie Eisen in der Schwangerschaft beeinflusste das respiratorische Risiko der Kinder nicht.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2006, Vol. 174, S. 499-507