Vertreter der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) gaben am vergangenen Freitag bekannt, mehr als 40 Berichte bekommen zu haben, wonach Männer nach Einnahme von Potenzmitteln erblindeten. In 38 dieser Fälle habe es sich um den Wirkstoff Sildenafil gehandelt. Auch andere potenzsteigernde Wirkstoffe waren betroffen.

Nach Angaben des Unternehmens Pfizer, welches den Wirkstoff Sildenafil unter dem Namen Viagra vertreibt, wurde dieses Medikament in den vergangenen sieben Jahren von mehr als 23 Millionen Männern eingenommen. Visusverlust sei sehr selten aufgetreten, so das Unernehmen weiter, und dann in der Regel als Folge einer nicht-arteriellen anterior-ischämischen optischen Neuropathie (non-arteritic anterior ischemic optic neuropathy: NAION).

Ein Zusammenhang mit der Einnahme von Sildenafil ist bislang nicht nachgewiesen. Das sagt auch die FDA. Insbesondere ist nicht nachgewiesen, dass NAION häufiger bei Männern auftritt, die Sildenafil eingenommen haben als bei Nicht-Anwendern. Dennoch erwägt das Unternehmen Pfizer zur Zeit, die Warnhinweise zum Medikament entsprechend zu ergänzen.

MEDICA.de; Quelle: U.S. Food and Drug Administration