FDG-PET reagiert auf den Glukosestoffwechsel im Gewebe. Diese Untersuchungsmethode kann Veränderungen des Glukose-Stoffwechsels sichtbar machen. Dieser Glukose-Metabolismus ist bei einigen Neoplasien verändert. So auch beim Ösophaguskarzinom.

Um zu untersuchen, ob die FDG-PET der alleinigen Computertomographie bei dieser Karzinomart überlegen ist, untersuchten der Japaner Dr. Hiroyuki Kato von der Gunma University School of Medicine und seine Arbeitsgruppe 149 Patienten mit Ösophaguskarzinom.

Der Primärtumor konnte bei 80 Prozent der Patienten mit Hilfe von FDG-PET sichtbar gemacht werden. In Bezug auf die Entdeckung von Lymphknotenmetastasen wies diese Methode eine Sensitivität von 32 Prozent und eine Spezifität von 99 Prozent auf. Wenn es darum ging, das Stadium der entdeckten Lymphknotenmetastasen zu bestimmen, lag die Sensitivität bei 55 Prozent und die Spezifität bei 90 Prozent.

Bei 14 von 98 Patienten, die sich einer Operation unterziehen mussten, zeigte die FDG-PET deutlich bessere Ergebnisse in Bezug auf die Bestimmung des Lymphknotenstatus als die CT. Sechs Patienten verdanken die Entdeckung der Metastasen in ihren Lymphknoten alleine diesem bildgebenden Verfahren. In sechs anderen Fällen, bei denen die CT "anschlug", nicht aber die FDG-PET, stellte sich heraus, dass die Lymphknoten dieser Patienten tatsächlich noch nicht befallen waren. Insgesamt zeigte sich die FDG-PET der CT in Bezug auf das Staging von Lymphknoten um etwa 14 Prozent überlegen.

Die Japaner vermuten, dass der Ganzkörper-PET-Scan eines Tages das Standardinstrument sein dürfte, um die metabolische Aktivität wachsender Tumoren sichtbar zu machen.

MEDICA.de; Quelle: Cancer 2005, Vol. 103, S. 148-156