Eine Osteoarthrose der Hand tritt nicht selten als Teil einer generalisierten Osteoarthrose auf. Die Diagnose einer Handarthrose ist eine Herausforderung, da verschiedene Gelenke in verschiedenster Weise betroffen sein können. Nicht selten treten auch subchondrale Erosionen und kortikale Destruktionen auf. Nun hat die „European League Against Rheumatism (EULAR)“ zehn Aussagen zur Handarthrose formuliert, die auf evidenzbasierten Studien und Expertenwissen beruhen. Darunter:

Risikofaktoren für die Osteoarthrose der Hand sind unter anderem weibliches Geschlecht, Menopause, Übergewicht, hohe Knochendichte und anderes. Zu den typischen Beschwerden gehören Schmerzen beim Gebrauch der Hand und eine leichte morgendliche Steife In der Regel sind die Beschwerden intermittierend. Knochenausformungen mit oder ohne Deformität der Fingerglieder werden ebenfalls oft beobachtet.

Da die funktionellen Einschränkungen einer Osteoarthrose der Hand ebenso schwer sein können wie bei einer rheumatoiden Arthritis, sollte man diese Beschwerden genau beschreiben und mit geeigneten Scores weiter verfolgen. Patienten mit Handarthrose haben ein erhöhtes Risiko für eine generalisierte Arthrose mit Beteiligung von Knie, Hüften und anderen Gelenken.

Eine erosive Osteoarthrose der Hand ist gekennzeichnet durch typische radiologische Zeichen mit subchondralen Erosionen, funktionaler Behinderung und Zeichen einer Entzündung. Außerdem sind dann oft die CRP-Werte erhöht. Die radiographischen Zeichen schreiten nicht selten fort. Dann kann es zu einer Knochenankylose kommen. Eine Arthrose der Handknochen kann zahlreiche Differentialdiagnosen haben, darunter eine Psoriasis, rheumatoide Arthritis, Gicht und eine Hämochromatose.

Die einfache radiologische Aufnahme gehört noch immer zu den wichtigsten diagnostischen Maßnahmen. Nur selten sollte man zu weiteren bildgebenden Verfahren greifen.

MEDICA.de; Quelle: Annals of the Rheumatic Diseases 2008, Early Online