Fachgesellschaften stellen neue Leitlinie vor

Die erste sogenannte S3-Leitlinie - S3 bezeichnet die höchste Qualitätsstufe - war 2004 erschienen. Zwischen 2003 und 2006 verzeichneten medizinische Datenbanken mehr als 10.000 neue wissenschaftliche Veröffentlichungen zur häufigsten Krebserkrankung der Frau.

Wie wichtig für an Brustkrebs erkrankte Frauen eine leitliniengerechte Behandlung ist, zeigten die ersten Ergebnisse des Versorgungsforschungsprojektes "Quality of Breast Cancer Care Under evidence-based guidelines", kurz BRENDA, das unter Federführung von Professor Rolf Kreienberg, Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm, steht. Hier fanden die Experten heraus, dass je leitlinienkonformer Ärzte ihre Patientinnen behandeln, desto besser ist das Behandlungsergebnis.

Die Publikationen enthielten prospektive Studien und Metaanalysen. Prospektive Studien prüfen gezielt eine zuvor aufgestellte Hypothese, zum Beispiel in Form einer Placebo-kontrollierten Untersuchung. Metaanalysen fassen die Ergebnisse mehrerer prospektiver Studien auf hohem wissenschaftlichem Niveau zusammen. Hinzu kamen noch 87 Veröffentlichungen aus einer internationalen Datenbank für Leitlinien.

Im Ergebnis mussten für die neue 298 Seiten lange Leitlinie mehrere Kapitel völlig neu erstellt, andere komplett überarbeitet oder neu gegliedert werden. Dabei hielt sich das Autorenteam streng an internationale Vorgaben.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Senologie