Fahreignung bei Alzheimer-Erkrankung

So lange wie möglich am Steuer
bleiben; © PixelQuelle.de

In der Studie unter der Leitung von Professor Dr. Rüdiger Mielke vom Lehrstuhl für Neurowissenschaften und Rehabilitation der Universität zu Köln sollen geeignete neuropsychologische Prädiktoren ermittelt werden, mit deren Hilfe die Fahreignung bei beginnender Alzheimer-Erkrankung prognostiziert werden kann.

Es sollen zuverlässige Kriterien gefunden werden, die fahrgeeignete Personen von solchen, die ein Verkehrsrisiko darstellen könnten, zu unterscheiden. Zudem soll festgestellt werden, inwieweit Defizite ausgeglichen werden können. Es soll geprüft werden, wie Personen mit beginnender Alzheimer-Erkrankung am Straßenverkehr teilnehmen können, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden.

Einheitliche Kriterien, die eine Verkehrsgefährdung anzeigen, liegen bislang nicht vor. Bis jetzt stützen sich Erkenntnisse auf die internationale Forschung, welche aber nicht auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind. Denn sowohl die Verkehrsbedingungen als auch kulturspezifische Unterschiede lassen das nicht zu. Daher werden jetzt die Auswirkungen einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung auf die Fahreignung spezifisch für Deutschland näher untersucht.

Insgesamt 50 ältere Personen zwischen 55 und 90 Jahren sollen an der Studie teilnehmen. Sie werden gründlich medizinisch untersucht und Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsleistungen werden geprüft. Dann wollen die Forscher eine Fahrbiographie erstellen, um Fahrerfahrung sowie Fähigkeit, vorhandene Beeinträchtigungen auszugleichen, zu erfassen. Eine praktische Fahrprobe erfolgt unter der Leitung eines ausgebildeten Fahrlehrers sowie eines Verhaltensbeobachters. Auf einer standardisierten Fahrstrecke werden typische Fahrfertigkeiten überprüft. Nach Abschluss der Untersuchungen bekommen die Studienteilnehmer die Untersuchungsergebnisse erläutert.

MEDICA.de; Quelle: Universität zu Köln