Eine Medizinerin aus Israel hat mit ihrer Arbeitsgruppe zwischen Januar 2003 und Juni 2006 420 Patienten untersucht, die mit Bauchschmerzen in das Rambam-Medical-Center in Haifa eingeliefert wurden. Alle waren wegen einer vermuteten akuten Appendizitis eingewiesen worden. Die Patienten wurden zunächst mit Farb-Dopplersonographie untersucht. War das Ergebnis nicht klar, dann schob man eine zweite Untersuchung mit einer Computertomographie nach. Dies traf auf 132 der Patienten zu.

Mit Hilfe des Ultraschall konnte in 66 von 75 Fällen eine Appendizitis korrekt identifiziert werden. In 312 von 326 Fällen wurde eine Appendizitis mit Hilfe dieses Ultraschallverfahren richtigerweise ausgeschlossen. Damit lag die Sensitivität der Farb-Dopplersonographie bei 74,2 Prozent, die Spezifität bei 97 Prozent.

Noch besser war in der Tat die Computertomographie. Sie erkannte richtig 38 von 39 Fällen und schloss korrekterweise 92 Fälle aus. Dies entspricht einer Sensitivität und Spezifität von nahezu 100 Prozent.

Da die Farb-Dopplersonographie um ein Vielfaches billiger ist als eine Computertomographie, rät die israelische Expertin dennoch dazu, zunächst dieses Verfahren auszuprobieren, um eine Appendizitis zu sichern oder auszuschließen. Nur in zweifelhaften Fällen sollte dann die Computertomographie eingesetzt werden.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Roentgenology 2008, Vol. 190, S. 1300-1306