Viele ältere Menschen sind übergewichtig und sollen abspecken. Leider kann auch das Abnehmen durch Fasten unerwünschte Wirkungen haben. So sinkt durch Kalorienrestriktion zum Beispiel die Knochendichte, was wiederum die Gefahr einer Osteoporose verstärkt. Dies ist bereits nachgewiesen. Nun kann man nicht durch Fasten, sondern auch durch Sport und Bewegung abnehmen. Ob diese Art der Gewichtsreduktion die Gefahr des Knochendichteverlustes herauf beschwört, war bislang noch kaum untersucht worden.

Nun haben sich Wissenschaftler der Washington University School of Medicine in St. Louis, Missouri, USA, genau diese Frage gestellt. Sie gewannen 48 Erwachsene im Durchschnittsalter von 57,3 Jahren mit einem durchschnittlichen Body Mass Index von 27 kg/m2 für diese Studie. Randomisiert wurden 19 dieser Probanden auf Diät gesetzt, weitere 19 aßen so viel wie vorher, absolvierten aber ein Trainings- und Sportprogramm. Zehn Personen dienten als Kontrollgruppe. Sie wurden nur in Bezug auf einen gesunden Lebensstil beraten.

Während die Personen unter der Diät binnen eines Jahres durchschnittlich 10,7 Prozent ihres Gewichtes verloren, waren es unter Sport und Bewegung 8,4 Prozent. Dieser Unterschied war nicht signifikant. In der Gruppe der „gesund“ lebenden Kontrollgruppe änderte sich das Gewicht nicht.

Jene Probanden, die fasten mussten, verloren durchschnittlich 2,2 Prozent der Knochenmasse am Oberschenkelhals (p gleich 0.02) und in den Wirbelknochen (p gleich 0.009). Nichts davon in der Sportgruppe: Obwohl diese Männer und Frauen in etwa so viel Gewicht verloren wie die Probanden der Fasten-Gruppe, verringerte sich ihre Knochendichte an keiner Stelle signifikant.

Den Studienleitern ist klar, dass man ziemlich viel Sport treiben muss, um so viel Gewicht zu verlieren wie durch Diät. Sie raten daher zu einer pragmatischen Lösung: Diät mit Sport zu kombinieren.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2006, Vol. 166, S. 2502-2510