Fehlende Kostenübernahme erhöht Zahl der Erblindungen

Ein erhöhtes Risiko am Glaukom zu erkranken, haben vor allem über 65-Jährige beziehungsweise Menschen, die unter Volkserkrankungen wie Diabetes oder unter Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems leiden. Der Anteil dieser Risikogruppen nimmt in den kommenden Jahren zu und sorgt für zusätzlichen Handlungsbedarf bei Früherkennung und Behandlung des Glaukoms.

Mit einer früh einsetzenden Therapie können Augenärzte diese Krankheit aufhalten oder verzögern. Doch bisher gehört die Glaukom-Vorsorge zu den Stiefkindern des deutschen Gesundheitswesens: Nur wenige Krankenkassen übernehmen die Kosten für die notwendigen Untersuchungen. Wenn es nicht gelingt, sie als reguläre Leistung der Krankenkassen zu übernehmen, kommt auf das deutsche Gesundheitswesen und die Rentenversicherung eine weitere Kostenlawine zu, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich des 4. Welt-Glaukom-Tags am 12. März 2011.


MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden