Feinstaubpartikel erhöhen das Schlaganfallrisiko

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Für das Schlaganfallrisiko sind
die Sommermonate keine gute Zeit
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Verschiedene Studien haben gezeigt, dass es einen klaren Zusammenhang gibt zwischen der Feinstaubbelastung in der Luft und der Gesamt-Mortalität sowie der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität. Auch zwischen inhalierbaren Partikeln – also jenen mit einem Durchmesser unter zehn Mikrometern – und tödlichen sowie nicht-tödlichen Schlaganfällen soll es einen Zusammenhang geben, so sagen verschiedene Untersuchungen. Inzwischen weiß man, dass vor allem ultrafeine Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometern gefährlich sind.

Eine Studie aus Helsinki unter der Leitung von Jaana Kettunen hat den Zusammenhang zwischen diesen ultrafeinen Partikeln und Schlaganfällen dokumentiert. Zwischen 1998 und 2004 wurde an verschiedenen Orten Helsinkis die Luftverschmutzung gemessen. Danach verglichen die Studienleiter die tägliche Verteilung dieser ultrafeinen Schmutzpartikel und der Rate von Schlaganfällen bei Menschen über 65 Jahre.

Im Zeitraum der Untersuchung traten insgesamt 1,304 Schlaganfälle in den Sommermonaten auf, also von Mai bis September, und 1,961 Schlaganfälle in der kalten Wintersaison, von Oktober bis April.

Während der Sommermonate gab es einen klar erkennbaren Zusammenhang zwischen der Verschmutzung mit Feinpartikeln am jeweiligen Tag und der Schlaganfall-Inzidenz. Für jeweils sechs Mikrogramm pro Kubikmeter Feinstaub mehr in der Luft stieg das Risiko eines tödlichen Schlaganfalls um 6,9 Prozent. Stieg die Belastung dagegen am Vortag um die gleiche Menge, stieg das Schlaganfallrisiko sogar um 7,4 Prozent.

Anders dagegen in der Winterzeit: In diesen Monaten zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Feinstaub- oder Ultrafeinstaubbelastung und dem Risiko tödlicher Schlaganfälle.

MEDICA.de; Quelle: Stroke 2007, Vol. 38, S. 918-922