Fernüberwachung sicher und effektiv

Foto: EKG-Kurve

Herzrhythmusstörungen können
lebensgefährlich sein; © SXC

Die technische Entwicklung implantierbarer Herzschrittmacher und Defibrillatoren ermöglicht es zunehmend, diese innovativen Geräte nicht nur zur Herzstimulation, sondern zugleich auch als telemedizinische Überwachungssysteme zu nutzen. Das ermöglicht mehr Patientensicherheit und -komfort und reduziert den Betreuungsaufwand in spezialisierten Ambulanzen.

In einer Studie belegen Alexander Bitzen und Kollegen vom Universitätsklinikum Bonn die Notwendigkeit der regelmäßigen Nachsorge und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der elektronischen Überwachung. Bei 46 Patienten mit implantierten Defibrillatoren wurden von den implantierten Geräten in einem Zeitraum von 19 Monaten 118 auffällige EKGs direkt aus dem Herzen übertragen.

Die Befunde zeigten aufgetretene bedrohliche Herzrhythmusstörungen und den Beleg der adäquaten Behandlung durch das implantierte Gerät. Nur wenige der "Alarme" gingen auf technische Probleme zurück, die durch Umprogrammierung von außen behoben werden konnten.

Fazit der Wissenschaftler: Mit einer Ereignisrate von 33 Prozent zeigt sich nicht nur die Notwendigkeit einer regelmäßigen Betreuung der Patienten, sondern auch die Leistungsfähigkeit der technischen Möglichkeit, durch Übertragen von EKG und anderen Parametern die Patientensicherheit zu erhöhen.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.