Fitness im Alter gegen Komplikationen

Ältere Leute sollten sich körperlich
und geistig fit halten;
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Oberschenkelbrüche sind schmerzhaft, mitunter kompliziert und können bei älteren Leuten letztlich Wegbereiter von dauerhafter Behinderung und Pflegebedürftigkeit sein. 20 Prozent der im Durchschnitt über 80-jährigen Patienten sterben innerhalb eines Jahres trotz optimaler Behandlung des Knochenbruchs.

Die besten Heilungschancen haben Patienten ohne zusätzliche Begleiterkrankungen wie etwa Diabetes, Herz-Kreislauf- Erkrankungen oder Einschränkung der Gehirnfunktion. Dies hat eine Studie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg gezeigt, die rund 1.100 Patienten nach Stürzen über einen Zeitraum von 25 Jahren (1975 bis 2000) verfolgt hat und deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden.

Dass bei hohem chirurgischem Standard weniger die Art der operativen Therapie für den Erfolg sechs Monate nach der Operation entscheidend ist, hatte bereits eine frühere Studie aus dem Jahr 2003 gezeigt, an der neben der Orthopädischen Universitätsklinik auch weitere Heidelberger Kliniken sowie das Deutsche Zentrum für Altersforschung beteiligt waren.

"Begleiterkrankungen sind der wichtigste Risikofaktor dafür, dass Komplikationen nach der Operation bei etwa einem Drittel der Patienten auftreten", sagt Professor Dr. Volker Ewerbeck, Vorstandsvorsitzender der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Etwa die Hälfte der Patienten in der Heidelberger Studie erlangte ihre selbständige Gehfähigkeit innerhalb von 6 Monaten nicht wieder.

"Ältere Menschen sollten etwas für ihre geistige und körperliche Fitness tun, dann haben sie bessere Chancen, nach einem Oberschenkelbruch wieder in ihr gewohntes Leben zurückzukehren", empfiehlt Professor Ewerbeck. "Gemeinsam mit dem Erhalt der Sehkraft und einer kontrollierten Einnahme der vom Hausarzt verordneten Medikamente ist körperliche und geistige Fitness auch die beste Vorbeugung gegen Stürze."

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg