Bild: Eine Person beißt in einen Apfel 
Äpfel scheinen Bauchspeichel-
drüsenkrebs fernzuhalten
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Verzehr, ein um 23 Prozent vermindertes Risiko an Bauspeicheldrüsenkrebs zu erkranken", kommentiert Studienleiter Dr. Laurence Kolonel vom Cancer Research Center of Hawaii.

"Besonders Raucher profitierten von einer flavonolreichen Ernährung. Raucher, die viele dieser sekundären Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufnahmen, konnten ihr Risiko im Vergleich zu Rauchern mit geringem Verzehr sogar um 59 Prozent senken", sagt Dr. Ute Nöthlings, die die Studie im Rahmen eines längeren Forschungsaufenthalts auf Hawaii durchführte und nun am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke tätig ist.

"Vermutlich sind die Effekte bei Rauchern am stärksten, da diese Gruppe bereits ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko hat", sagt Nöthlings, Erstautorin der Studie. Rauchen ist bislang der einzige anerkannte Lebensstilrisikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

An der amerikanischen Ernährungs- und Krebsstudie nahmen 183 518 Teilnehmern teil. Innerhalb einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich acht Jahren erkrankten 529 Studienteilnehmer an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

"Aufgrund der sehr hohen Zahl von Neuerkrankungen hat die Studie zwar eine sehr große statistische Aussagekraft, dennoch reicht diese eine Studie sicher nicht aus, um eine krebspräventive Wirkung von Flavonolen zu belegen", sagt Nöthlings. "Weitere epidemiologische Studien an anderen Populationen aus anderen geographischen Regionen sind nötig, um diese Ergebnisse wissenschaftlich abzusichern."

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke