MEDICA EDUCATION CONFERENCE: Fokussierte Inhalte für ein internationales Fachpublikum

Interview mit Horst Giesen, Director MEDICA

Die MEDICA EDUCATION CONFERENCE (MEC) fand auf der MEDICA 2013 zum ersten Mal statt und löste damit den langjährigen MEDICA Kongress ab. Mit ihrem neuen Programm richtet sich die Konferenz vermehrt an ein internationales Fachpublikum.

23.06.2014

Foto: Horst Giesen

Horst Giesen, Director MEDICA; © Messe Düsseldorf

Ziel ist es, den konkreten Nutzen aus der Anwendung neuester Verfahren im klinischen Alltag für Arzt und Patient zu erschließen. Horst Giesen, Director MEDICA bei der Messe Düsseldorf, spricht über den Erfolg der ersten MEC und über das Programm, das die Besucher in 2014 erwartet.

Herr Giesen, in welchen Aspekten unterscheidet sich die MEC von ihrem Vorgänger dem MEDICA Kongress?

Horst Giesen: Im Wesentlichen präsentiert sich die MEC jetzt inhaltlich fokussierter und mit mehr Angeboten für das internationale MEDICA-Publikum. Neben der Fortführung traditionell teilnehmerstarker Kurse – zum Beispiel Kurse für das praktische Training am Gerät – wurden die Angebote früherer Jahre auf ihre inhaltliche Aktualität überprüft und dadurch das Konferenzprogramm gestrafft. Fokusthemen, die fachdisziplinübergreifend von hoher Relevanz sind, wie etwa Hygiene, Infektiologie, oder auch Zukunftsthemen wie Personalisierte Medizin oder Gendermedizin bereichern dagegen das Programm und zwar in englischer Sprache, um möglichst viele MEDICA-Besucher anzusprechen.

Wie bewerten Sie die Resonanz auf den Relaunch des Konferenzprogramms?

Giesen: Wir sind mit der Teilnehmerresonanz sehr zufrieden und haben auch durchweg positive Rückmeldungen aus dem Messe- und Veranstaltungsbeirat der MEDICA bekommen. Im Übrigen wurden die ebenfalls neu ins Programm aufgenommenen internationalen Konferenzen für Wehr- und Katastrophenmedizin DiMiMED sowie die Sportmedizin-Fachszene MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE ausgezeichnet angenommen und finden in diesem Jahr ihre Fortsetzung.

Foto: Kurs auf der MEC 2013

Sowohl theoretisch als auch praktisch profitieren die Teilnehmer von den Kursen und Workshops auf der MEDICA EDUCATION CONFERENCE; © Messe Düsseldorf

Was sehen Ihre Planungen für 2014 vor? Worauf können sich die diesjährigen Besucher der MEC freuen?

Giesen: Nach der Neupositionierung des Konferenzprogramms greift in 2014 ein weiterer seit langer Zeit vorbereiteter Schritt der „Frischzellen-Kur“. Wir freuen uns, mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), eine der mitgliederstärksten medizinischen Fachgesellschaften Europas, einen renommierten und starken Partner für die programmatische Weiterentwicklung der MEDICA EDUCATION CONFERENCE hinzugewonnen zu haben. Eine Zielrichtung neben der Internationalisierung und Fokussierung der MEC ist die engere Verzahnung zwischen dem Konferenzprogramm und dem Fachmesse-Angebot der MEDICA mit ihren rund 4.600 Ausstellern. Dabei geht es um die zentrale Fragestellung, welcher konkrete Nutzen sich aus der Anwendung neuester Verfahren im klinischen Alltag für Arzt und Patient ergibt.

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen?

Giesen: Das weite Feld der medizinischen Bildgebung liefert ein Parade-Beispiel. Die neueste Gerätegeneration etwa der Ultraschallsysteme führt vorrangig dann zu einer validen Diagnosestellung, wenn das Interpretationswissen des anwendenden Arztes mit der technischen Entwicklung Schritt hält. Was die neuesten Geräte können und wie man im Sinne einer effektiven Nutzung quasi alles aus ihnen „herausholt“, wird bei der MEDICA und der MEC thematisiert. Die weiteren Thementage der diesjährigen MEDICA EDUCATION CONFERENCE, unter anderem zu Telemedizin und Robotik oder auch interventioneller Medizin, werden ebenfalls Chancen des Einsatzes technischer Innovationen beleuchten.

Foto: Michalina Chrzanowska; Copyright: B. Frommann

© B. Frommann

Das Interview führte Michalina Chrzanowska.
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