Mit seinen Forschungsarbeiten hat Schröder von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus Kiel die entscheidenden Elemente des natürlichen Abwehrmechanismus der Haut identifiziert: körpereigene Antibiotika, sogenannte antimikrobielle Peptide.

Für diese Entdeckung wurde Schröder auf der Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden mit der Schaudinn-Hoffmann-Plakette 2007 ausgezeichnet. Die Schaudinn-Hoffmann-Plakette ehrt Ärzte und Wissenschaftler, die Hervorragendes zur Erforschung sexuell übertragbarer Krankheiten und Infektionskrankheiten der Haut geleistet haben.

Die Entdeckung der Haut als Quelle antimikrobieller Peptide eröffnet neue therapeutische Optionen. Während bisher der Einsatz von Antibiotika das Problem der Resistenzen mit sich bringt, könnten aus körpereigenen Peptiden entwickelte Medikamente hier Abhilfe schaffen.

Prof. Dr. Jens Schröder sieht weit reichende Chancen: "Die Erkenntnis, dass sich die Haut unabhängig von unserem Immunsystem vor Infektionen schützen kann, wird zu einem Paradigmenwechsel führen, der auch Möglichkeiten einer artifiziellen Stimulation dieses "Hautabwehrsystems" einschließt. Damit werden wir zukünftig völlig neue Wege einer Infektionsprophylaxe nicht nur der Haut sondern auch vieler anderer Organe erschließen können."

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein