Forscher aus Münster ausgezeichnet

Koschmieder von der Medizinischen Klinik und Poliklinik A der WWU erforscht die grundlegenden Mechanismen der Entstehung von Leukämie. Unter anderem untersucht er, welche Rolle Signalmoleküle, Wachstumsfaktoren und genetische Kontrollsysteme bei der Entstehung von Krebszellen spielen. Seine Forschungsergebnisse könnten in Zukunft die Grundlage für eine neue Behandlungsmethode gegen Leukämie bilden.

Nach seiner Promotion und einigen Jahren als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Frankfurt folgte ein Postdoktorandenaufenthalt an den Harvard Institutes of Medicine in Boston, USA, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt wurde. Seit 2004 ist Koschmieder Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Medizinischen Klinik und Poliklinik A, wo er 2007 Facharzt für Innere Medizin wurde und seine Habilitationsschrift einreichte.

Lei ist ein Experte auf dem Forschungsgebiet der Nanotechnologie, der daran arbeitet, Nanostrukturen mit bestimmten gewünschten physikalisch- chemischen Eigenschaftskombinationen zu entwickeln. Als erster Wissenschaftler hat er das Potential des "UTAM-Verfahrens"("ultra-thin alumina mask") entdeckt. Dieses Verfahren hat sich bei der Herstellung maßgeschneiderter selbstorganisierter Oberflächen besonders bewährt. Lei hat es entscheidend weiter entwickelt, um damit periodische Anordnungen verschiedenster Nanostrukturen mit einstellbaren physikalischen Eigenschaften zu erzeugen.

Der Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird von der Gesellschaft zur Förderung der WWU Münster seit 1980 an junge Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten vergeben.

MEDICA.de; Quelle: Westfälische Wilhelms-Universität Münster