"Die zusätzliche Förderung ermöglicht es, Wissenslücken zu H5N1 und anderen Influenzaviren ein Stück weit abzubauen, Seuchenbekämpfungsmaßnahmen besser zu beurteilen und die Grundlagen wissenschaftlicher Politikberatung weiter zu verbessern", sagt Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts. "Da das Pandemie-Risiko nach wie vor höher ist als in den vergangenen Jahrzehnten, ist das eine wichtige Förderung", unterstreicht Kurth.

Das Institut setzt die Fördermittel für bis zu zwei Jahre dauernde Forschungsvorhaben in der epidemiologischen Krankheitsüberwachung, Schnelldiagnostik, Krankheitsentstehung, Impfstoffentwicklung und Kommunikation ein. Die Auswirkungen von Schutzmaßnahmen durch mathematische Modelle abzuschätzen und die Methoden zur Erfassung des Pandemieverlaufs zu entwickeln, sind weitere neue Forschungsprojekte.

Außerdem wird ein eigenes Fachgebiet Respiratorisch übertragene Erkrankungen eingerichtet. Es wurde wegen der gestiegenen Bedeutung insbesondere der Influenza aus dem Fachgebiet Respiratorische Erkrankungen und Impfprävention ausgegliedert.

Das Forschungs-Sofortprogamm Influenza wird unter der Federführung dreier Ressortforschungseinrichtungen des Bundes durchgeführt, neben dem Robert Koch-Institut und dem Paul-Ehrlich-Institut ist für die veterinärmedizinischen Vorhaben das Friedrich-Loeffler-Institut verantwortlich. "Alle drei Institute haben in ihren Arbeitsbereichen langjährige Erfahrung in der Influenza- Forschung und kooperieren intensiv mit Hochschulen, Unternehmen und weiteren Instituten im In- und Ausland", unterstreicht Reinhard Kurth.

MEDICA.de; Quelle: Robert Koch-Institut