Forschung zur Verbesserung der Leukämietherapie

Die Frankfurter Oberärztin Doktor Gesine Bug ist mit dem diesjährigen Preis der Alfred und Angelika Gutermuth-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Ärztin und Wissenschaftlerin erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Rahmen ihrer Antrittsvorlesung zum Abschluss des Habilitationsverfahrens.

Die 1998 gegründete Gutermuth-Stiftung fördert die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, insbesondere des myelodysplastischen Syndroms und der Leukämie.

Die akute myeloische Leukämie ist eine Stammzellerkrankung, bei der es durch unkontrollierte Vermehrung und gestörte Ausreifung der bösartigen Stammzellen zu einer Anhäufung unreifer Leukämiezellen im Knochenmark kommt. Zur Verbesserung der Leukämietherapie erforscht Bug den Einsatz innovativer molekularer Medikamente wie der Histon-Deacetylase-Inhibitoren (HDACi).

HDACi, wie beispielsweise Valproinsäure, bewirken eine Umwandlung der unreifen Leukämiezellen in reife Blutzellen, die sich nicht mehr teilen können und zugrunde gehen. Durch die Untersuchung der HDACi-Effekte auf bestimmte, für das Überleben leukämischer aber auch normaler Stammzellen essentielle Signalwege soll die Grundlage für die Planung zukünftiger Kombinations- und Erhaltungstherapien geschaffen werden.

Bug studierte Humanmedizin in Mainz, wo sie auch promovierte und ihre ärztliche Approbation erhielt. Seit 1997 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin im Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität und ist seit 2006 Oberärztin.

MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität