Der Preisträger des diesjährigen Forschungspreises der Hirnliga e.V ist an der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Johannes Gutenberg-Universität tätig. Die0 mit 5.000 Euro dotiert Auszeichnung wird bereits zum sechsten Mal vergeben. Die Hirnliga e.V. honoriert und fördert mit dem Preis junge Forscher, die in der Vergangenheit besonders wichtige wissenschaftliche Beiträge auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung geleistet haben.

Um den Krankheitsverlauf zukünftig weiter eindämmen zu können hat Dr. Andreas Fellgiebel sich dem Thema gewidmet. Die Gedächtnisambulanz unter seiner Leitung ist wissenschaftlich auf die Entwicklung neuer Verfahren zur Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung spezialisiert. Dazu gehören neben der Weiterentwicklung bildgebender Verfahren auch die Isolation spezifischer Proteine aus Nervenwasser und Blut. Dadurch lassen sich Selbständigkeit und Lebensqualität der Patienten deutlich länger bewahren

Bei der Alzheimer-Erkrankung altern bestimmte Nervenzellen im Gehirn vorzeitig, und sterben schließlich ab. Die Erkrankung, die mit schleichend zunehmendem Gedächtnisverlust beginnt und zum Verlust der Selbständigkeit und zu vollständiger Pflegebedürftigkeit innerhalb weniger Jahre führt, ist auch heute noch nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf kann jedoch verzögert werden.

Da das Alter den Hauptrisikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung darstellt, ist in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme der momentan auf eine Million geschätzten Krankheitsfälle in Deutschland zu rechnen.
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MEDICA.de; Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz