„Äußerliche Behandlungsmethoden, etwa mit Kortikosteroiden, werden bei leichterer Psoriasis bevorzugt angewendet”, sagte die Dermatologin Linda Stein Gold, Direktorin der klinischen Dermatologieforschung am Henry Ford Health System in West Bloomfield, Michigan. „Da einige neue Therapien entwickelt werden, erfahren immer mehr Patienten bedeutende Verbesserungen und berichten über eine deutlich gesteigerte Lebensqualität.“

Neueste Forschung hat gezeigt, dass Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimussalbe und Pimecrolimuscreme wirksam für die Behandlung von Psoriasis sein könnten. Sie greifen in die Aktivierung von T-Zellen ein, die für das Auslösen von Immunantworten verantwortlich sind, die zur Entwicklung von atopischer Dermatitis und Psoriasis beitragen. „In klinischen Versuchen erwiesen sich Pimecrolimus und Tacrolimus als vielversprechend für die Behandlung von Psoriasis im Gesicht sowie inverser Psoriasis“, erklärte Dr. Stein Gold.

Zur äußeren Behandlung kann auch Clobetasolpropionat-Spray verwendet werden. Als Spray dringt Clobetasolpropionat leicht in die Haut ein und verringert die Schuppenbildung sowie die Entzündung. In einer aktuellen Studie bemerkten Patienten, die das Spray über eine Zeit von vier Wochen verwendet hatten, eine merkliche Verbesserung, wobei die meisten Patienten ihre Psoriasis in der vierten Woche sogar als verschwunden oder fast verschwunden betrachteten.

Auch effektiv sind Kombinationen mit äußerlichen Kortikosteroiden. Eine Kombination von Calcipotrien und Betamethasondipropionat, einem Vitamin-D-Analogum und einem wirksamen Kortikosteroid, wurde kürzlich in einer Salbenform für die Psoriasisbehandlung von der U.S. Food and Drug Administration anerkannt.

In einer neuen Studie mit Patienten, die die Kombination einmal täglich anwandten, berichteten über 80 Prozent der Patienten mit einer milden bis lokalen Psoriasis, dass sie nach vier Wochen einen PASI (Psoriasis Activity and Severity Index) von 50 oder besser erreicht hatten. Das heißt, dass sich die Schwere ihrer Psoriasis seit Beginn der Studie um 50 Prozent verbessert hatte.

MEDICA.de; Quelle: American Academy of Dermatology