Der Zusammenhang zwischen der Nahrungsaufnahme und der Zusammensetzung der Knochenmineralien wurde in verschiedenen Studien untersucht. Allerdings fast ausschließlich bei Erwachsenen. Heranwachsende waren bislang kaum Gegenstand der Untersuchung.

Das holte jetzt eine Studie nach, an der 212 junge Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren teilnahmen. Außerdem konnten 90 junge Frauen (23 bis 37 Jahre) und 134 ältere Männer und Frauen zwischen 60 und 83 Jahren für diese Studie gewonnen werden. Alle Teilnehmer unterzogen sich einer „dual-energy x-ray absorptiometry“, mit der die Knochenmineralien des gesamten Körpers, der Schenkelhalsknochen und der Rückenwirbel gemessen wurden. Außerdem beantworteten die Probanden Fragebogen zu ihrer Ernährung, zum Lebensstil und zu ihrer körperlichen Aktivität.

Bei den Jungen und Mädchen sowie den älteren Frauen zeigte sich eine klare positive Korrelation zwischen dem Genuss von Früchten und Gemüse und dem Knochenmineralstoffwechsel. Ausschließlich bei den Jungen zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen den Knochenmineralien im Femurhals und der Einnahme von Früchten sowie Vitamin C. Bei jungen Frauen sowie ältren Männern ist es offenbar gleichgültig, wie viele Früchte und Gemüse sie zu sich nehmen: Der Knochenmineralstoffwechsel wird dadurch jedenfalls nicht positiv beeinflusst.

Die Studie hatte Schwächen, wie auch die Studienleiter schreiben. So waren die Teilnehmer generell aus einer wohlhabenden Bevölkerungsschicht, die allgemein viel Früchte zu sich nehmen und viel Sport treiben. Ob man diese Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung übertragen kann, ist daher nicht gesagt. Dennoch sind die Aussagen der Studie nach Ansicht der Studienautoren eindeutig genug, um noch stärker für den Konsum von Früchten und Gemüse bei jungen Menschen zu werben.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2006, Vol. 83, S. 1420-1428