13.06.2006

Industrieverband Spectaris e.V.

Frühjahrsmüde oder schlafkrank?

Berlin, 11. April 2006 - Die Natur blüht auf, der Mensch schläft ein - Frühjahrsmüdigkeit. Die Symptome sind vielschichtig: Tagesmüdigkeit, Abgeschlagenheit und Gereiztheit. Genau die gleichen Symptome treten allerdings bei der krankhaften Schlafapnoe auf. Diese Krankheit ist therapierbar, muss aber ernst genommen werden. 90 % der bis zu 4 Millionen Betroffenen leiden unerkannt unter den nächtlichen Atemaussetzern und sind dauermüde. Gefährlich ist, dass die Sterblichkeit Betroffener gegenüber gleichaltrigen Gesunden vier Mal höher ist.

Leidet ein Schnarcher unter Schlafapnoe, hat er bis zu 400 Atemstillstände (Apnoen) pro Nacht, ohne dass er es selbst bemerkt. Diese Apnoen dauern bis zu zwei Minuten an und der verminderte Sauerstoffgehalt führt zu gravierenden gesundheitlichen Konsequenzen. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Aggressivität, Depressionen bis hin zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfällen. Die Sterblichkeit gegenüber gleichaltrigen Gesunden ist vier Mal höher. Auch der als "Sekundenschlaf" bekannte Aussetzer im Straßenverkehr ist häufig eine Folge von Schlafapnoe.

Trotzdem werden Schlafstörungen und die daraus resultierende Tagesmüdigkeit nach wie vor verharmlost. Weniger als 10 % der Schlafapnoe-Patienten sind in Behandlung. Gerade jetzt im Frühjahr wird Tagesmüdigkeit bagatellisiert. Die IGS rät allen Frühjahrsmüden, ihre Tagesmüdigkeit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Schlafverhalten sollte sensibel beobachtet werden. In Partnerschaften kann der Partner auf nächtliche Atemaussetzer achten, schnarchende Singles können ihren Schlaf auf Kassettenrekorder aufnehmen oder den unter www.initiative-gesunder-schlaf.de verfügbaren Schlaftest mit "14 Fragen zur Früherkennung" durchführen. Summieren sich die verdächtigen Symptome, sollte in jedem Fall der Hausarzt mit der Bitte um Überweisung in ein Schlaflabor aufgesucht werden. Denn eine Behandlung ist einfach. Mithilfe einer Atemtherapiemaske (CPAP-Maske) kann der Patient schnell wieder ruhig durchschlafen und ist tagsüber fit.

Eine verbesserte Behandlung von Schlafapnoe ist nicht nur in menschlicher und medizinischer Hinsicht, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll, um Folgekosten abzuwenden. In Deutschland wird der volkswirtschaftliche Schaden auf mehr als 20 Milliarden Euro geschätzt. Ziel der Initiative Gesunder Schlaf (IGS) ist es daher, über die Volkskrankheit Schlafapnoe aufzuklären und gefährdete bzw. betroffene Personen frühzeitig zu einer Diagnose und Therapie zu bewegen.

Unter www.initiative-gesunder-schlaf.de finden Interessierte weiterführende Informationen zum Thema "Schlafapnoe, Schnarchen und Schlafstörungen", sowie einen Infoflyer zum Download. Der Flyer wird auf Anfrage auch gerne kostenfrei verschickt.


Pressekontakt
Kristina Schneider
Kommunikation
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IGS. Initiative Gesunder Schlaf.
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