Frankfurter Forscherin geehrt

Die Kardiologin von der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt führte klinische Studien an Patienten durch, die mindestens drei Monate zuvor einen Infarkt der linken Herzkammer erlitten hatten. Den Betroffenen spritzten die Forscher Vorläuferzellen aus dem Knochenmark - sogenannte Progenitorzellen - in die vom Infarkt geschädigten Blutgefäße. Diese noch nicht abschließend entwickelten Zellen reparieren die geschädigten Adern und bilden sich teils auch zu Herzmuskelzellen aus.

Die Preisträgerin zeigte, dass sich durch diese Transplantation in den Herzmuskel verstärkt neue Blutgefäße bilden. Darüber hinaus erholt sich das durch den Infarkt vernarbte Gewebe. Dies steigert belegbar die Funktion der linken Herzkammer, die das Blut dadurch wieder kräftiger in den Körper pumpen kann.

Mit ihren Untersuchungen bestätigt die Herzspezialistin für Patienten mit Herzinfarkt und Herzschwäche, dass ihnen eine Zelltherapie nutzt. "Es handelt sich um eine höchst innovative Arbeit, die zu einem klinisch messbaren Vorteil für den Patienten geführt hat", begründet das Preiskomitee der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) die Entscheidung. Zudem böten die Erkenntnisse das Potenzial, die Progenitorzelltherapie in die klinische Routine zu überführen. Denn damit sei belegt, dass diese Therapie für den Patienten sicher anwendbar ist.

Der Preis ist nach dem ersten Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin - dem Internisten Friedrich Theodor von Frerichs - benannt. Mit dem Preis honoriert die DGIM die beste zur Bewerbung eingereichte, möglichst klinisch-experimentelle Arbeit auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften