15.09.2005

Corscience GmbH & Co. KG

Funktechnik als Arzthelfer

Verschiedene Diagnose-Geräte übertragen Ihre Werte drahtlos
Immer stärker findet Bluetooth auch Einsatz in der Medizintechnik. Die Vorteile sind auf Seiten des Patienten die größere Bewegungsfreiheit, auf Seiten des Arztes die enorme Variabilität bei der Datenerfassung und -auswertung.

Bluetooth hat längst beinahe alle Lebensbereiche erobert. Unzählige Alltagsgegenstände arbeiten bereits mit diesem Übertragungsverfahren. Aber Bluetooth ist nicht allein dem Bereich der Unterhaltungselektronik vorbehalten. In der modernen Medizintechnik findet Bluetooth ebenfalls immer stärkere Verbreitung. Der Vorteil liegt auf der Hand. Beim EKG, dessen Messergebnisse durch Kabel übermittelt werden, kommt es immer wieder zu fehlerhaften Daten, die durch eben diese Kabel selbst verursacht werden. Bei einem Bluetooth EKG wie dem BlueEKG von Corscience zum Beispiel können diese sogenannten Artefakte gar nicht erst auftreten. Der Vorteil liegt aber nicht nur beim Arzt, der nun einwandfreie Daten erhält, sondern auch beim Patienten, der – wenn es die Situation erlaubt – sich nun weitaus freier bewegen kann. Überhaupt ist Bluetooth der Goldstandard, wenn Mobilität gefordert wird. Das BlueEKG kann an jedem beliebigen Ort abgefragt werden. Der Patient muss nicht einmal mehr in die Praxis des Arztes kommen, sondern dieser kann alle nötigen Werkzeuge bequem in seinem Notebook zum Hausbesuch mitnehmen. Ein Bluetooth-Stick am USB-Port des Computers empfängt die Daten des BlueEKG. Ein spezielles Computerprogramm erlaubt ihm dann Betrachtung und Analyse des EKG, wann immer sich Zeit dazu findet.

Die notwendige Konsequenz aus der Entwicklung des BlueEKG war bei Corscience das Konzept des Cardioweckers. Ist das erstere für die Verwendung in der ärztlichen Praxis gedacht, so soll der Cardiowecker Bluetooth in den immer wichtiger werdenden Markt des HomeCare bringen. Automatisch wertet ein Brustgurt die Herztöne aus und funkt, sobald er Anomalien feststellt, Alarm an eine Basisstation – eben via Bluetooth. Die Basisstation alarmiert selbständig den Notarzt und durch Licht- und Tonsignale eine Vertrauensperson, die dann die Soforthilfe leistet.

Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Bluetooth hat die Kreativität der Entwickler von Corscience auf Hochtouren gebracht. Aus dem Produkt für die Kardiologie erwuchs ein ganzes System von Hilfsmitteln für die verschiedensten chronischen Krankheiten. Der Patient kann zuhause bleiben, seine Daten aber nehmen den Weg zum behandelnden Arzt. Ohne Bluetooth wäre das nicht möglich.