Gebündeltes Wissen gegen Infektionskrankheiten

Für eine erfolgreiche Vermeidung oder Bekämpfung dieser Krankheiten müssen Forscher und Mediziner die Krankheitsentstehung und den Verlauf verstehen. Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen ist die enge Kooperation von Human- und Veterinärmedizinern. Dabei hilft die auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entstandene "Nationale Forschungsplattform für Zoonosen". Die Plattform ist ein Informations- und Servicenetzwerk, um alle Forschungsinstitutionen zu bündeln, die aktiv im Bereich der zoonotischen Infektionskrankheiten in Deutschland arbeiten. Zudem dient die Plattform als Informationsstelle für die Öffentlichkeit.

Betrieben wird die Zoonosenplattform von der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze e.V. (TMF) in Berlin, der Universität Münster und dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Ziele sind ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch, der Aufbau von Kooperationen und einer gemeinsamen Wissens- und Datenbank, um die Zoonosenforschung wirksamer und schneller zu machen.

Da die Erreger keine Staatsgrenzen kennen, soll die kooperative Zusammenarbeit nicht auf den nationalen Sektor beschränkt bleiben. Ein weiteres wichtiges Ziel der Plattform für die Zukunft ist es, den internationalen Wissensaustausch zu fördern und Kontakte in alle Welt aufzubauen. Das BMBF stellt für den gesamten Forschungsbereich der Zoonosen rund 30 Millionen Euro zu Verfügung. Informationen gibt es auf www.zoonosen.net.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung