Geeignete Behandlung für Gastpatienten

"Die im interdisziplinären Projekt Medical Export entwickelte Methode berücksichtigt bei der Auswahl medizinischer Dienstleistungen für ausländische Patienten Aspekte wie Verfügbarkeit, Anwendbarkeit oder Wirtschaftlichkeit", erklärt Tobias Rhensius vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen.

Der Gesundheitssektor ist in Deutschland mit 4,3 Millionen Arbeitnehmern und 240 Milliarden Euro Umsatz jährlich einer der größten Wirtschaftssektoren. Steigende Ausgaben und sinkende Einnahmen zwingen jedoch die Beteiligten zur stärkeren Betrachtung der Kosten ihrer Dienstleistungen. Mit ausländischen Patienten realisieren Krankenhäuser hierbei zusätzliche Einnahmen. Doch nur eine umfassende Analyse der Leistungen und Potenziale sowie ein systematischer Abgleich mit der eigenen Strategie ermöglichen den Krankenhäusern eine geeignete Behandlung, stellt Astrid Giernalczyk vom FIR fest.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt hat nun Methoden und Werkzeuge zur Erschließung des Geschäftsfeldes "medizinische Dienstleistungen für Patienten aus dem Ausland" entwickelt.

Mit der Methode können Dienstleistungen identifiziert werden, die für den Export, sprich: das Angebot an ausländische Patienten, geeignet sind. Auf dieser Basis können Krankenhäuser strategische Ziele formulieren und konkrete Maßnahmen planen und umsetzen. Die IT- Plattform dient dann der Umsetzung von Marketingmaßnahmen, sodass eine Beschreibung der angebotenen Leistungen marktgerecht platziert werden kann. Darüber hinaus unterstützt sie alle weiteren Prozesse wie beispielsweise Dokumentenaustausch, Angebotserstellung und Abrechnung.

MEDICA.de; Quelle: RWTH Aachen