Gefährlich bis ins hohe Alter

Uranförderung hat nachhaltige
Folgen - nicht nur für die Umwelt
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Die Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), zeigt, dass das höchste Lungenkrebsrisiko für Uranbergarbeiter im Zeitraum zwischen 15 und 24 Jahren nach der Strahlenexposition, also später als bei den bisherigen Studien beobachtet wurde. Das Risiko nimmt aber mit zunehmender Zeit nach erfolgter Exposition nicht so stark ab, wie bisher angenommen. Auch die Abnahme des Risikos mit zunehmendem Alter ist in der neuen BfS Studie weniger deutlich ausgeprägt als bei den bisherigen Studien. Das Risiko ist also auch hier höher als bisher angenommen.

Es zeigt sich, dass Uranbergarbeiter das Risiko an Lungenkrebs zu sterben länger in sich tragen, als bisher gedacht. Allein von den 59000 in der Studie erfassten Bergarbeitern ist zu erwarten, dass über 7000 an Lungenkrebs sterben werden.

"Die Ergebnisse der deutschen Uranbergarbeiterstudie zeigen ein deutlich erhöhtes Lungenkrebsrisiko bei radonexponierten Bergarbeitern. Damit werden bisherige Annahmen zum Lebenszeitrisiko für Lungenkrebs bei radonbelasteten Bergarbeitern erhärtet. Die neue Studie weist aber darauf hin, dass ein Exponierter das erhöhte Lungenkrebsrisiko länger in sich trägt als bisher angenommen wurde", sagte Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Die Bergarbeiter, die im Uranbergbau tätig sind, werden vor allem Radonstrahlung ausgesetzt. Der größte gesundheitliche Schaden durch Radon ist das Auslösen von Lungenkrebs. So wurden seit den Beginn des Uranerzbergbaus in Sachsen und Thüringen (1946) bis 1999 rund 7.700 Lungenkrebsfälle als beruflich bedingt anerkannt. Jährlich kommen immer noch fast 200 Fälle hinzu.

Vor dem Hintergrund des Ausbaus des Uranerzbergbaus, vor allem in Australien und in Afrika, sind die Ergebnisse der BfS-Studie für den Strahlenschutz von besonderer Bedeutung.

MEDICA.de; Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz