Depressionen können zu nachfolgender Demenz und kognitivem Abbau führen. Nicht bekannt ist, ob depressive Symptome auch dann zu einem langfristigen kognitiven Abbau führen können, wenn keine Demenz vorliegt.

Das untersuchte nun eine zwölfjährige Studie der University of Pittsburgh School of Medicine. Bei 1.265 Personen, die zu Studienbeginn keinerlei Anzeichen einer Demenz zeigten, untersuchten sie einen möglichen kognitiven Abbau. Alle Personen waren älter als 67 Jahre, viele litten an Depressionen.

Während des Nachbeobachtungszeitraums entwickelte sich bei 171 Personen eine Demenz, 1.094 Personen blieben demenzfrei. Jene Personen ohne Demenz, die zu Beginn der Studie depressive Symptome zeigten, schnitten in kognitiven Tests deutlich schlechter ab. Unter jenen Depressiven, die später dement wurden, zeigten sich zu Beginn der Studie bei einigen Tests schlechtere Leistungen als bei den Nichtdepressiven.

Bei Personen ohne Demenz war der kognitive Abbau während des Nachbeobachtungszeitraums minimal, bei den Dementen jedoch deutlich. Ein Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und kognitivem Abbau konnte nicht nachgewiesen werden.

MEDICA.de; Quelle: Archives of General Psychiatry 2006, Vol. 63, S. 153-160