Gel verbessert die Krankenhaushygiene

Eine gute Handhygiene unter Angestellten im Gesundheitswesen kann dabei helfen, die Verbreitung von Infektionen in Kliniken zu minimieren. Weltweit sind Händedesinfektionsgele auf Alkoholbasis die Standardmethode zur Handhygiene, und doch nutzen sie nur wenige Krankenhausmitarbeiter.

Prof. Didier Pittet und Kollegen vom Genfer Universitätskrankenhaus berichten, dass sich Arbeitskräfte eher an die Empfehlungen halten, wenn sie Flaschen mit Händedesinfektionsmitteln in ihren Taschen aufbewahren,. Die Forscher beobachteten die Handhygiene von 102 Mitarbeitern auf einer Intensivstation. Wenn ein Gel statt einem flüssigen Produkt benutzt wurde, wurde die Handhygiene besser angenommen. Die Forscher berichten, dass sich bei den Mitarbeitern der Zustand der Haut an ihren Händen besserte.

Den Arbeitskräften wurde zunächst ein flüssiges Händedesinfektionsmittel gegeben, das nach einigen Monaten gegen eine gelartige Substanz des gleichen Produkts getauscht wurde. Ein unabhängiger Beobachter verzeichnete die Gelegenheiten zur Handhygiene und wann die Hände tatsächlich gereinigt wurden.

Alles in allem hielten sich wenige an die Empfehlungen zur Handhygiene - Pflegekräfte noch eher als Ärzte. Als das Gel eingeführt wurde, erhöhte sich die Rate von 32 Prozent auf 41 Prozent. Die Rate erhöhte sich am meisten, um 15 Prozent, als das Händedesinfektionsmittel sofort verfügbar war.

Bei einigen Händedesinfektionsmitteln war zuvor festgestellt worden, dass sie die Haut reizen. Mehr als die Hälfte der Angestellten in dieser Studie berichtete, dass sie das Gel dem flüssigen Produkt vorzogen. Bei keiner Form des Desinfektionspräparats traten bedeutsame Hautverletzungen auf. Neben Verfügbarkeit ist die Hautverträglichkeit ein wichtiger Faktor, wenn man versucht, Krankenhauspersonal zu überzeugen, die notwendigen Schritte zu einer bessern Handhygiene gehen.

MEDICA.de; Quelle: BioMed Central