Geld steht nicht an erster Stelle

Es geht nicht immer nur ums Geld
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Deutsche Assistenzärzte sind mit ihren Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen wesentlich unzufriedener als mit der Entlohnung. Das belegt eine empirische Studie, die an der Europa Fachhochschule Fresenius (Idstein) in Zusammenarbeit mit der HELIOS Kliniken GmbH von Sandra Vogel angefertigt wurde. Insgesamt befragte die Betriebswirtin 400 Ärztinnen und Ärzte.

Nicht nur vor dem Hintergrund der Ärztestreiks ist das Thema Zufriedenheit bei Ärzten hochaktuell. Vor allem die hohe Anzahl nicht-medizinischer Tätigkeiten und mangelnde Entwicklungspotentiale sind wichtige Gründe, warum sich viele Ärzte für einen Ausstieg aus ihrem Beruf entscheiden.

"Für die Wahl der Arbeitsstätte sind vor allem die Attraktivität des Standortes, der Ruf der Klinik und die Weiterbildungsmöglichkeiten maßgeblich. Die Bezahlung spielt für die Entscheidung der Ärzte eher eine untergeordnete Rolle. Im Vergleich fällt allerdings auf, dass Ärztinnen dem Standort eine höhere Priorität einräumen. Für ihre männlichen Kollegen ist die Vergütungshöhe von größerer Bedeutung", fasst Prof. Dr. Gudrun Neises, Dekanin an der Europa Fachhochschule Fresenius (EFF), die Ergebnisse der Studie zusammen.

Untersucht wurden unterschiedliche Zufriedenheitsebenen von Ärzten in Kliniken der HELIOS-Gruppe. Befragt wurden sowohl Ärzte, die an HELIOS-Kliniken arbeiten, als auch Mediziner, die nicht mehr für die HELIOS-Gruppe tätig sind. Die Zufriedenheit der ärztlichen Kollegen und Kolleginnen in der Schweiz wurde im Vergleich betrachtet.

MEDICA.de; Quelle: Europa Fachhochschule Fresenius