Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) kann durch Ernährung beeinflusst werden. So haben Studien gezeigt, dass es eine positive Beziehung zwischen der Proteinaufnahme und dem Risiko einer BPH gibt. Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren korrelieren mit dem BPH-Risiko, die Gesamt-Fettaufnahme dagegen nicht. Andere Untersuchungen ließen vermuten, dass auch der Verzehr von Gemüse und Obst eine Rolle spielen könnte.

Um diese Frage zu klären, hat man jetzt Daten der „Health Professionals Follow-up Study“ analysiert. 51.529 Männer nahmen an der genannten Studie teil. Zu Beginn im Jahre 1986 waren sie zwischen 40 und 74 Jahre alt. Alle zwei Jahre berichteten die Männer darüber, ob sie sich wegen einer BPH hatten chirurgisch behandeln lassen. Außerdem füllten sie vier Mal den „American Urological Association symptom index (AUASI)“ aus. Darüber hinaus gaben sie Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten.

Als man die Rate der BPH-Beschwerden mit den Ernährungsgewohnheiten verglich, zeigten sich interessante Ergebnisse: Der Verzehr von Gemüse hat eine inverse Korrelation mit dem BPH-Risiko: Bei Männern, die in Bezug auf den Gemüseverzehr in der obersten Quintile lagen, ist dieses Risiko um elf Prozent geringer als bei einem Gemüseverzehr in der untersten Quintile (p gleich 0.03). Der allgemeine Fruchtverzehr dagegen zeigte keinerlei Korrelationen mit dem BPH-Risiko.

Anders dagegen bei der Untergruppe jener Früchte und auch Gemüse, die reich an Beta-Karotin sind. Hier zeigte sich eine statistisch signifikante inverse Korrelation (p gleich 0.004), ebenso bei Lutein-reichen Früchten (p gleich 0.0004). Mit wachsendem Vitamin C-Gehalt der Nahrung sank das Risiko einer BPH. Alpha- oder Gamma-Tocopherol dagegen hatte keinen Einfluss auf das BPH-Risiko.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2007, Vol. 85, S. 523-529