Gerd Nagel für Krebsforschung geehrt

Prof. Gerd Nagel (links) mit Ungern
Sternberg; © Uni Freiburg

Das Wirken Nagels war in vielerlei Hinsicht wegweisend und sein Name sei mit dem Medizin- und Forschungsstandort Freiburg eng verbunden, so der Freiburger Regierungspräsident Ungern Sternberg in seiner Laudatio. Nagel zähle zu den großen Wegbereitern eines neuen Medizinverständnisses, das den Patienten in den Mittelpunkt allen Wirkens stellt. Sein Name sei aber auch mit dem Konzept einer "offenen Medizin" verbunden, das Nagel mit dem Modellprojekt der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg realisierte.

Modellcharakter hat die Klinik, die 1993 als An-Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eröffnet wurde, nach wie vor. Unter einem Dach sind hier onkologische Forschung, Therapie und Rehabilitation vereint.

Fest im Konzept der Klinik für Tumorbiologie verankert ist darüber hinaus, dass der Patient die Gelegenheit erhält, sich aktiv in die Bewältigung seiner Erkrankung einzuschalten und sich über die neuesten Forschungen und therapeutischen Entwicklungen zu informieren. Hierzu wurde der Begriff Patientenkompetenz geprägt. Auf Anregung von Prof. Nagel hat die Klinik für Tumorbiologie auch grundlegend zur Entwicklung der Pflegeforschung in Deutschland beigetragen.

Der Regierungspräsident betonte, dass Nagel der Krebsforschung in Deutschland zukunftweisende Impulse gegeben habe, indem er zahlreiche Forschungsvorhaben angestoßen und der Forschung neue Zielvorstellungen vermittelt habe.

Die Fördergesellschaft Forschung Tumorbiologie, deren Ehrenmitglied er heute ist, hat seit Bestehen der Klinik mehrere Millionen Euro in die Forschung der Klinik für Tumorbiologie investiert und mehr als 50 Forschungsprojekte finanziert.

MEDICA.de; Quelle: Klinik für Tumorbiologie Freiburg