Gesundheitstrainer bringt Mitarbeiter in Schwung

Foto: Personal Health Manager

Mit dem Personal Health Manager
können Mitarbeiter ihre Leistung
jederzeit prüfen; © Mike Auerbach

Bisher schrecken viele Unternehmen vor den hohen Kosten für ein gut betreutes, individuell angepasstes Aktivitätsprogramm ab. Oft mangelt es an nötigen Ressourcen und Infrastruktur im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Der PHM verknüpft persönliche Betreuungskomponenten mit IT-gestützten und automatisierten Leistungen - so können sich auch mittlere und kleine Unternehmen ein Bewegungsprogramm leisten.

Nach einer persönlichen Eingangsberatung erarbeitet der Gesundheitstrainer für den Teilnehmer einen individuellen Bewegungsplan mit Kraft- und Ausdauereinheiten, den dieser orts- und zeitunabhängig bequem im Internet abrufen kann. Puls- und Zeitvorgaben, Übungsbeschreibungen und Bilder helfen, das Training korrekt durchzuführen. Hier dokumentiert der Teilnehmer auch geleistete Bewegungseinheiten, erhält Tipps und kann den Betreuer per E-Mail oder Telefonhotline kontaktieren. Der Betreuer verfolgt über die Dokumentation den Fortschritt des Teilnehmers - und bei Bedarf kann er eingreifen. Die Software unterstützt ihn dabei mit Strukturierungshilfen, Vorlagen, Warn- und Nachrichtensysteme.

"Durch die IT-Unterstützung kann ein Gesundheitstrainer mehr Teilnehmer qualitativ hochwertig betreuen. Unternehmen können damit vielen ihrer Mitarbeiter Gesundheitsprogramme anbieten, die bisher oft nur dem Management vorbehalten waren", sagt Professor Leimeister. Er leitet am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München das Projekt.

Mitarbeiter von zwei Münchener Unternehmen erprobten den PHM bereits mit Erfolg: Die Teilnehmer sind zufrieden und die medizinischen Messergebnisse belegen das. Im Durchschnitt konnten die Teilnehmer ihren Bauchumfang um mehrere Zentimeter verringern und ihre Bewegungsausdauer deutlich steigern. Derzeit wird das Programm an der TUM weiterentwickelt - die neue Version soll im Frühjahr in einem weiteren Unternehmen eingesetzt werden.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität München