Deutschland: Gesundheitswirtschaft wächst stark

14/05/2013
Foto: Stethoskop und Geld

Wachstum der deutschen Gesund-
heitswirtschaft bringt vor allem der Export: Rund drei Viertel der Produk-
tion gehen ins Ausland; © panther-
media.net/Bernd Leitner

Die Gesundheitswirtschaft ist als einer der größten Sektoren auch einer der größten Wachstumstreiber unserer deutschen Volkswirtschaft. Das belegt eine neue Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vorstellte. Demnach wächst die Gesundheitswirtschaft fast doppelt so stark wie die Gesamtwirtschaft.

Jeder Arbeitsplatz im Sektor Gesundheit erzeugt rund zweieinhalb Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen. "Deutschland muss Leitmarkt für Gesundheitswirtschaft werden und weiter von der Kraft dieses Sektors profitieren", sagte Ulrich Grillo. "Daran arbeiten wir im BDI mit dem neuen Ausschuss für Gesundheitswirtschaft."

Laut der Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR in Darmstadt erzielten die sieben für die Studie untersuchten Unternehmen in Deutschland 2010 eine Bruttowertschöpfung in Höhe von rund zehn Milliarden Euro. Sie stieg in den Jahren 2005 bis 2010 - aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor - um rund drei Milliarden Euro beziehungsweise um 38 Prozent. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 6,6 Prozent. Damit lag das Wachstum der betrachteten Unternehmen in diesem Zeitraum um 4,4 Prozentpunkte oberhalb des deutschen Wirtschaftswachstums in Höhe von 2,2 Prozent. Werden die direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekte zusammengerechnet, beträgt die Bruttowertschöpfung insgesamt sogar 18 Milliarden Euro. Die Gesundheitswirtschaft insgesamt wuchs im gleichen Zeitraum in etwa doppelt so stark wie die gesamte Volkswirtschaft.

Wachstum bringt vor allem der Export: Rund drei Viertel der Produktion gehen ins Ausland. Die Gesundheitsbranche liefert außerdem mit 1,3 Prozent ein deutlich über dem Landesdurchschnitt von 0,8 Prozent liegendes Beschäftigungswachstum. Im Jahr 2010 beschäftigten die ausgewählten Unternehmen der industriellen Gesundheitsindustrie zusammen fast 55.600 Mitarbeiter. Darüber hinaus schafft jeder neue Arbeitsplatz in der Gesundheitsindustrie zweieinhalb weitere Arbeitsplätze in anderen Bereichen, beispielsweise bei den Zulieferern.

Alle sieben Unternehmen, die an der Studie teilnahmen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie eigene Forschungs- und Produktionsstandorte in Deutschland unterhalten. Ihre Leistungen für den Investitionsstandort Deutschland in Forschung, Entwicklung, Investition, Produktion und Export wurden im Einzelnen näher bestimmt und analysiert.

MEDICA.de; Quelle: Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)