Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft wird maßgeblich von den Körpermaßen der Mutter beeinflusst. Dazu gehören das Körpergewicht zu Beginn der Schwangerschaft und die Körpergröße. In einer Arbeit sollte der Zusammenhang zwischen Körpergewicht, Körperhöhe und Body-Mass-Index (BMI) und der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft erforscht werden.

Die Daten zur Studie entstammen einer Perinatalerhebung der Jahre 1995 bis 2000 mit rund 2,3 Millionen Schwangeren. Die Gewichtszunahme wurde aus der Differenz zwischen dem Gewicht am Ende der Schwangerschaft und dem Körpergewicht bei Erstuntersuchung berechnet.

Die Gewichtszunahme zeigt das Bild einer Normalverteilung. Durchschnittlich nahmen die Frauen 12,8 kg zu. Mit zunehmendem Ausgangsgewicht ist bei relativ leichten Schwangeren unter 63 kg ein Anstieg der Gewichtszunahme zu beobachten. Ab einem Körpergewicht von mehr als 63 kg nimmt jedoch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft mit steigendem Ausgangsgewicht ab.

Körperhöhe und Gewichtszunahme sind hingegen positiv korreliert. Im Wesentlichen besteht auch eine negative Korrelation zwischen dem BMI zu Beginn der Schwangerschaft und der Gewichtszunahme. Allerdings unterscheiden sich Frauen mit gleichem BMI, aber unterschiedlichen Körpermaßen, deutlich bezüglich ihrer Gewichtszunahme.

Die Körpermaße einer Schwangeren sollten also zur klinischen Bewertung der Gewichtszunahme herangezogen werden. Der BMI allerdings erweist sich als eher ungeeignet, da bei gleichem BMI die Körperhöhe stark variieren kann und damit die Korrelation zwischen Gewichtszunahme und Körperhöhe nicht berücksichtigt wird. Derzeit prüfen die Studienleiter andere Kombinationen aus Körperhöhe und Ausgangsgewicht der Schwangeren bezüglich ihrer Vorhersagekraft zur Gewichtszunahme.

MEDICA.de; Quelle: Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie 2007, Vol. 211, S. 147-152