Gleich drei UKE-Wissenschaftler ausgezeichnet

Dr. Kerstin Borgmann
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Dr. Kerstin Borgmann, Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, hat auf dem 8th International Wolfsberg Meeting on Molecular Radiation Biology/Oncology den Wolfsberg Poster Award 2004 erhalten.

Borgmann bewies, dass DNA-Reparaturgene bei der Krebsentstehung dafür sorgen, dass Gene und Chromosomen sich unter Angriffen von außen nicht ständig verändern, sondern dass das Genom erhalten bleibt. In einem Laborversuch unterdrückte Sie das zentrale DNA-Reparaturgen (Rad51) durch eine spezielle Methode und überprüfte den Effekt auf den Erhalt der chromosomalen Stabilität.

Dr. Jörg Heeren, Institut für Medizinische Biochemie und Molekularbiologie II, hat auf dem XV. International Symposium on Drugs Affecting Lipid Metabolism in Venedig den mit 500 Euro dotierten Young Investigator Award erhalten. Heeren konnte zelluläre Mechanismen aufzeigen, die an der Regulation der HDL-Konzentration im Blutplasma beteiligt sind. Die Entstehung der Atherosklerose und des daraus resultierenden Herzinfarktes wird durch Ablagerungen des LDL-Cholesterins in den Blutgefäßen begünstigt. Das HDL-Cholesterin ist dagegen in der Lage, das überschüssige LDL-Cholesterin zu lösen und in die Leber zurückzubringen.

Dr. Jörg Heeren
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Eine Arbeitsgruppe um Dipl.-Ing. Dr. Mirko Junge, Institut für Rechtsmedizin, hat den mit 2500 Euro dotierten Hugo-von-Ziemssen-Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erhalten. Die Mediziner hatten über vier Jahre hinweg 1100 Herzschrittmacher postmortal überprüft.

Es zeigte sich, dass die Geräte zwar in aller Regel technisch einwandfrei waren, es jedoch häufig nach der Implantation an der notwendigen regelmäßigen ärztlichen Kontrolle der Funktionsfähigkeit der Batterie und der richtigen Frequenzeinstellung mangelte. Dabei waren die Patienten umso schlechter versorgt, je älter sie waren.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf