07.06.2011

CNSystems Medizintechnik AG

Grazer Herz-Kreislauf-Monitor auf Flüssigkeitskontrolle erweitert

System kann auch den Flüssigkeitsstatus ohne Nadelstich erheben. Kontinuierliche Messung mittels Fingermanschette.
Das steirisches Medizintechnik-Unternehmen CNSystems hat sich bisher vor allem mit einem System zur unblutigen Messung der Herz-Kreislaufwerte einen Namen gemacht. Nun wurde das Monitoringsystem so weiterentwickelt, dass jetzt auch der Flüssigkeitsstatus des Patienten bei Operationen überwacht werden kann, meldete das Unternehmen am Montag. Gemessen wird mittels Fingermanschette.
Die CNSystems Medizintechnik AG mit Sitz in Graz entwickelt und vermarktet seit rund einem Jahrzehnt Technologien zur Herz-Kreislaufüberwachung, die die Patientenüberwachung ohne den Einsatz von arteriellen Nadeln oder eines Herzkatheters möglich machen. Hinzu kommt nun eine Funktion, die den Flüssigkeitsstatus des Patienten bei Operationen permanent misst. Wie die erste Generation misst auch das neue Gerät kontinuierlich und unblutig den Blutdruck für jeden einzelnen Herzschlag mittels Fingermanschette.

"Anästhesisten wissen, dass sich ein Flüssigkeitsmangel auf den Kreislauf negativ auswirkt. Hier setzt unser Gerät an. Es überwacht permanent Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt. Wenn ein Mangel auftritt, kann schnell eine Infusion gegeben und so Komplikationen vermieden werden", erklärte Jürgen Fortin von dem Unternehmen die Wirkungsweise des neuen Systems namens CNAP-PPV. Getestet wurde das Gerät, das im Juni am Internationalen Kongress der European Society of Anaesthesiology in Amsterdam (11. bis 14. Juni) vorgestellt wird, von der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Universitätsklinik Lille in Frankreich. Die Methode reduziere Komplikationen, optimiere die Therapie und verringere letztendlich auch Spitalsaufenthalte, hieß es.