Großroboter soll OP-Abläufe unterstützen

Foto: Großroboter

Großroboter steuert Bildwandler
im Operationssaal;
© Kurt Fuchs, IMP Erlangen

Der Operateur sieht am Bildschirm, wo er wie tätig werden muss und kann mit zusätzlichen Navigationsgeräten dann am virtuellen Bild arbeiten, um beispielsweise Schrauben an der Wirbelsäule zu platzieren. "Weil am 3-D-Bild gearbeitet wird, erübrigt es sich, immer neue Röntgenaufnahmen zu machen, um eine genaue Statusansicht zu erhalten. Das erspart dem Patienten eine hohe Strahlenbelastung. Und vor allem muss der Chirurg die Wirbelsäule nicht freilegen, um klar zu sehen", erläutert Professor Dr. Fritz-Uwe Niethard, Direktor der Orthopädischen Klinik am Universitätsklinikum Aachen, die Vorteile dieses Verfahrens.

Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium mit 13 Millionen Euro gefördert. Es geht darum, innovative Werkzeuge und Verfahren zu entwickeln, um schonender zu operieren. "Das ist vor allem für die wachsende Zahl älterer Patienten mit teilweise vielfältigen Vorerkrankungen wichtig“, sagt Niethard.

Bis mit dem Gerät gearbeitet werden kann, sind noch einige technische Hürden zu überwinden. Mit einem Einsatz im Aachener OP ist vor 2009 nicht zu rechnen. Zunächst müssten weitere technische Abläufe überprüft werden.

Das ist Aufgabe der Erlanger Forschergruppe am Institut für Medizinische Physik unter der Leitung von Professor Dr. Willi A. Kalender. Professor Dr. Klaus Radermacher vom Lehrstuhl für Medizintechnik der RWTH Aachen arbeitet parallel dazu an der Vernetzung zwischen roboterunterstützter Bildgebung, chirurgischer Planung und Navigation sowie an der optimalen Einbindung in die Arbeitsabläufe im Operationssaal.

MEDICA.de; Quelle: RWTH Aachen