Bild: Eine irische Kneipe 
Einen Kneipe ohne Glimmstängel
lässt die Mitarbeiter wieder tief
durchatmen; © PixelQuelle.de

In ihrer Fachpublikation zeigen die Wissenschaftler um Luke Clancy aus Dublin, dass sich nicht nur die Lungenfunktion der nichtrauchenden Mitarbeiter deutlich verbesserte, sondern auch Beschwerden wie gerötete Augen, Reizungen des Rachenraumes und Husten am Morgen zurückgingen. Selbst rauchende Mitarbeiter profitieren von den rauchfreien Räumen: Auch sie leiden nun deutlich weniger an Augenreizungen und Rachenbeschwerden.

Diese akuten Gesundheitsstörungen sind auf die aggressiven, die Schleimhäute angreifenden Substanzen des Tabakrauches in der Raumluft zurückzuführen. Messungen der Luftqualität vor und nach der Einführung rauchfreier gastronomischer Betriebe belegten zudem einen erfreulichen Rückgang der lungengängigen Partikel, des Kohlenmonoxids und des krebserzeugenden Benzols. Die Krebsgefahr in den irischen Kneipen konnte demnach erheblich vermindert werden.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum verbindet mit der Herausgabe dieser neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse den Appell an alle Landesregierungen, sofort zu handeln und eine Entscheidung für eine komplett rauchfreie Gastronomie in allen Ländern der Bundesrepublik zu treffen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum legt ferner neue Umfrageergebnisse vor, die belegen, dass die Zustimmung der Bevölkerung zu rauchfreien Gaststätten weiter angestiegen ist: Während die Zustimmungsquote im Februar 2005 bereits bei 53 Prozent lag, erhöhte sie sich bis zum Februar 2006 weiter auf 59 Prozent. Die aktuelle Repräsentativbefragung des Zentrums wurde im Februar 2007 durchgeführt und ergab nun einen weiteren Anstieg der Zustimmungsquote auf 67 Prozent. Dies verdeutlicht, dass die flächendeckende Einführung einer rauchfreien Gastronomie von einer breiten Mehrheit der deutschen Bevölkerung begrüßt würde.

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum