Seit etwa zehn Jahren verschließen Chirurgen das persistierende Foramen Ovale (PFO) interventionell, um rezidivierende paradoxe Embolien zu vermeiden. Dennoch liegen bisher nur wenig Daten zu den Langzeitergebnisse vor.

Frankfurter Wissenschaftler haben von 1994 bis 2006 mit den in Europa zugelassenen Verschlusssystemen bei 1.381 Patienten ein PFO interventionell verschlossen. Ihre Ergebnisse stellten sie jetzt beim 113. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden vor.

Das Alter der Patienten reichte von 17 bis 85. Vor der Intervention erlitten 730 Patienten eine Transitorische ischämische Attacke (TIA), 688 einen Schlaganfall und 58 eine periphere Embolie. 113 Patienten erlitten beides, TIA und Schlaganfall. Nachuntersuchungen fanden nach einem, drei und sechs Monaten statt, anschließend mittels Fragebögen.

Die Implantation der Okkluder war bei allen Patienten im ersten Eingriff technisch erfolgreich. Bei vier Patienten embolisierte der Okkluder während beziehungsweise kurz nach dem Eingriff. 43 Patienten erhielten wegen eines Restshunts einen zweiten, zwei Patienten einen dritten Okkluder.

Das Follow-up beträgt 2.546 Patientenjahre. 93 Prozent der Patienten zeigten bei ihrer letzten Nachuntersuchung mittels TEE einen kompletten Verschluss. Zwei Patienten starben aufgrund von Komplikationen, die nach der Implantation auftraten. 19 Patienten entwickelten Thromben, 45 Vorhofflimmern. Während der Nachuntersuchungen erlitten elf Patienten eine TIA und 16 einen Schlaganfall. Die jährliche Rate an embolischen Ereignissen betrug 1,1 Prozent, die jährliche Apoplexrate 0,6 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: 113. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)