Kanadische Wissenschaftler unter Studienleiter Dr. Michael Anvari von der McMaster University in Hamilton, Ontario, haben 104 Patienten für eine Studie gewinnen können. Alle Patienten im Durchschnittsalter von 42 Jahren litten seit mindestens zwei Jahren an einer gastroösophagealen Refluxerkrankung (engl. gastroesophageal reflux disease: GERD). Randomisiert wurden sie mit einer laparoskopischen Fundoplicatio nach Nissen behandelt oder erhielten eine optimale Therapie mit Protonenpumpenhemmern. Zu Beginn der Studie lag der durchschnittliche Wert der Patienten bei 82 auf der "Global Rating Scale (GRS)", die 100 Punkte aufweist.

Ein Jahr nach Beginn der Studie lag der durchschnittliche GRS-Wert unter optimaler Therapie mit Protonenpumpenhemmern bei 73,3, wie Dr. Anvari auf dem diesjährigen Jahreskongress "Digestive Disease Week" berichtete. Unter der chirurgischen Therapie dagegen konnten Durchschnittswerte von 90,2 erreicht werden.

Der Studienleiter gibt zwar zu, dass di Bewertung des Erfolges durch die Patienten subjektiv gefärbt ist. Allerdings glaubt er, dass sich ein Placebo-Effekt kaum über einen längeren Zeitraum halten wird. Selbst in jenen Fällen, in denen die chirurgische Therapie versagt, kann man nach Aussagen des Studienleiters dann mit Protonenpumpenhemmern noch gute Erfolge erzielen. Jetzt müssen weitere Studien zeigen, ob die Operation der Säurehemmung tatsächlich überlegen ist.

MEDICA.de; Quelle: Digestive Disease Week: Jahreskongress 2006