Darauf weist eine Meta-Analyse hin, die von einer Studiengruppe unter der Leitung von Dr. Leanne Bellamy vom Imperial College School of Medicine, London, durchgeführt wurde. Die Studiengruppe analysierte 25 Studien, an denen insgesamt mehr als drei Millionen Frauen teilgenommen hatten. 198.252 dieser Frauen hatten während mindestens einer Schwangerschaft an einer Präeklampsie gelitten.

Während eines Nachbeobachtungszeitraums von durchschnittlich 14,1 Jahren zeigte sich, dass Frauen mit einer vorausgegangenen Präeklampsie ein fast vierfach höheres Risiko hatten, an einer Hypertonie zu erkranken, als Frauen ohne vorausgegangene Präeklampsie (relatives Risiko: 3,7). Das Risiko einer ischämischen Herzerkrankung war verdoppelt (relatives Risiko: 2,16) und auch das Risiko für Schlaganfälle war signifikant höher (relatives Risiko: 1,81). Venöse Thromboembolien traten mit einem relativen Risiko von 1,79 auf. Leicht erhöht war bei den betroffenen Frauen auch die Gesamtmortalität (relatives Risiko: 1,49).

Zwischen einer Präeklampsie und Krebserkrankungen gab es keinerlei Zusammenhang, auch nicht mit Mammakarzinomen. Die Studienleiter schließen daraus, dass es wahrscheinlich einen Zusammenhang zwischen der Präeklampsie und kardiovaskulären Erkrankungen gibt, der in seinen einzelnen pathophysiologischen Komponenten noch nicht genau bekannt ist.

Offenbar sind vor allem jene Frauen gefährdet, deren Präeklampsie vor der 37. Schwangerschaftswoche auftritt. In solchen Fällen ist das kardiovaskuläre Risiko bis zu sieben- und achtfach erhöht. Auch die Frage, bei welcher Geburt die Präeklampsie auftritt, spielt eine Rolle. Bei jenen Frauen, die bei irgendeiner von mindestens zwei Geburten mit solchen Komplikationen zu kämpfen hatten, ist das Risiko jedenfalls höher als bei Frauen, deren Präeklampsie nur bei der ersten Geburt auftrat.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2007, Vol. 335, S. 974