In 38 Prozent der Lebensmittel haben die Untersuchungsbehörden der Bundesländer keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden, bei Säuglings- und Kleinkindernahrung betrug dieser Anteil sogar über 80 Prozent. Der Erfolg der verschiedenen Maßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zeigt sich durch die deutlich gesunkene Zahl von Höchstmengen-Überschreitungen.

Bei nahezu konstanter Probenzahl und einem wiederum gesteigerten Analysen-Aufwand verringerte sich der Anteil der Proben, die die gesetzlichen Hoechstmengen überschritten, gegenüber dem Vorjahr von 7,4 auf 5,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse der "Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände", die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf der Grundlage von Daten der Bundesländer veröffentlicht hat. Die Zahlen fassen Bio- und konventionell erzeugte Lebensmittel zusammen.

Zu Obst- und Gemüsearten mit den meisten Rückständen gehörten Rucola, Paprika, Aubergine, Johannisbeere, Tafeltraube, Zucchini, Feldsalat und Pfirsich. Keine Überschreitungen der Hoechstmengen wurden hingegen in Säuglings- und Kleinkindernahrung festgestellt. Bei Kartoffeln, Kopfkohl, Spargel und Artischocken wiesen 70 Prozent der Proben keine Rückstände auf, die Hoechstmengen wurden in weniger als zwei Prozent der Proben überschritten. Ähnlich günstig war die Situation bei Speisegetreide.

Erstmals weist der Bericht Proben aus ökologischem Anbau separat aus. Von den 796 untersuchten Proben konnte in 74 Prozent keine Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt werden, 25 Prozent der Proben enthielten Rückstände, die jedoch unterhalb der gesetzlichen Hoechstmengen lagen. Bei einem Prozent (neun Proben) wurden die Hoechstmengen überschritten. Die Belastung von Biolebensmitteln ist damit deutlich geringer als bei herkömmlicher Ware.

MEDICA.de; Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit