Höhere Beiträge für moderne Medizintechnik

Danach würden 17 Prozent der befragten Patienten einen entsprechen Tarif bei ihrer Krankenkassen abschließen, 63 Prozent sind unter Umständen dazu bereit. Der größte Teil dieser Befragten, nämlich 47 Prozent, würden dafür bis zu zehn Euro monatlich ausgeben. Weitere 40 Prozent sind sogar bereit eine Beitragserhöhung von bis zu 20 Euro zu akzeptieren. Bis zu 30 Euro würden zehn Prozent der Patienten dafür ausgeben.

„Das Ergebnis zeigt, dass ein `Innovationstarif´ durchaus von den Patienten akzeptiert würde, wenn sie dafür stets mit den neuesten medizintechnischen Behandlungsmethoden versorgt werden“, fasste SPECTARIS-Geschäftsführer Tobias Weiler zusammen. Interessant sei das Ergebnis insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Proteste gegen den Zusatzbeitrag in Höhe von acht Euro, den mehrere Krankenkassen inzwischen erhoben haben.

„Modernste Medizintechnik und Behandlungsmethoden sollten grundsätzlich allen Patienten offen stehen. Wenn eine verbesserte Patientenversorgung im bestehenden Gesundheitssystem nicht finanzierbar ist, so sollte anstelle eines allgemeinen Zusatztarifs eher über einen Innovationstarif nachgedacht werden, der mit mehr Leistung für die Patienten einhergeht“, so Weiler. Im Falle eines Innovationstarifes stehe, anders als beim Zusatzbeitrag, ein echter Mehrwert für die Patienten dahinter.

Der Verband betonte aber, dass der Einsatz moderner Medizintechnik nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden sei. Ganz im Gegenteil: die von SPECTARIS in Auftrag gegebene Studienreihe „Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen“ hat in den vergangenen Jahren sogar ein milliardenschweres Einsparpotenzial für das deutsche Gesundheitssystem ermittelt, wenn moderne Medizintechnik effizient eingesetzt wird. Diese ermöglicht moderne Diagnose-, Behandlungs- und Therapiemethoden. Daraus ergeben sich kürzere Operationszeiten, kürzere Liegezeiten, die Reduzierung von Personalkosten und Materialeinsparungen.


MEDICA.de; Quelle: SPECTARIS Fachverband Medizintechnik